Rehe auf der Flucht

Renditedreieck als Beweis für langfristig gute Renditen an der Börse DAI: Keine Scheu vor Aktien

Stand: 25.01.2019, 13:16 Uhr

Anleger sollten sich von dem Kursrückgang an der Börse nicht nervös machen lassen, denn langfristig waren und sind Aktien eine attraktive Geldanlage mit beherrschbarem Risiko. Das ist die Botschaft des Deutschen Aktieninstituts (DAI) nach der alljährlichen Aktualisierung des Renditedreiecks.

Das Renditedreieck gilt als Beweis für Statistikfans und Anleger, dass langfristig gute Renditen am Aktienmarkt zu erzielen sind - auch wenn es mal nicht so läuft.

Christine Bortenlänger

Christine Bortenlänger, DAI. | Bildquelle: picture alliance / dpa

"Auch wenn 2018 mit einem Minus von 18,3 Prozent kein gutes Jahr für die Aktienanlage im Deutschen Aktienindex war, ist es jetzt wichtig, dass die Anleger trotz des Rückschlags an der Börse die Nerven behalten", betonte DAI-Vorstand Christine Bortenlänger bei der Veröffentlichung der neuen Statistik am Freitag.

Wer sich das Rendite-Dreieck ansehe, werde feststellen, dass Anleger, die langfristig in Aktien investiert waren, bisher noch jedes Börsentief aussitzen und attraktive Renditen aus Aktienkursen und Dividendenzahlungen erzielen konnten.

Fast neun Prozent Rendite pro Jahr in 20 Jahren

Renditedreieck

Renditedreieck Aktien (Ausschnitt). | Bildquelle: Deutsches Aktieninstitut

In der kleinteiligen Grafik werden die Renditen gezeigt, die mit dem Dax in verschiedensten Anlagezeiträumen zu erzielen waren. Dargestellt werden Zeiträume von einem bis zu 50 Jahren. Grün heißt: Positive Rendite. Die rote Fleckchen auf dem Tableau bilden Zeiträume ab, in denen es nicht geklappt hat mit einem Gewinn am Aktienmarkt. Weiß bedeutet eine Rendite um Null.

So erbrachte beispielsweise ein Aktienportfolio aus den 30 Dax-Werten bei einer Einmalanlage und einem 20-jährigen Anlagehorizont historisch im Mittel 8,9 Prozent Rendite pro Jahr. Dabei lag im ungünstigsten Fall (1998 bis 2018) die Wertentwicklung aus Kursgewinnen und Dividenden bei jährlich 3,8 Prozent und im besten (1979 bis 1999) bei 15,2 Prozent. Das vollständige Dreieck finden Sie auf der Website des DAI.

Deutsche tun sich schwer mit Aktien

Die Aktienquote der Deutschen hinkt im internationalen Vergleich weiter hinterher. Rund 84 Prozent haben hierzulande keine Aktien im Depot - immer noch haben diese einen schlechten Ruf. Nur jeder achte Nicht-Aktienbesitzer zieht Anteilsscheine überhaupt in Betracht, ergab eine aktuelle DAI-Umfrage.

Persönliche Gründe für Aktienverzicht

Persönliche Gründe für Aktienverzicht. | Bildquelle: Deutsches Aktieninstitut

Da die Deutschen dabei gerne auf die Komplexität der Aktienanlage verweisen, hat das DAI nun die Rückseite des Renditedreiecks überarbeitet und vier grundlegende Regeln platziert, die es bei der Aktienanlage zu beachten gilt: breite Streuung in unterschiedliche Branchen, langfristiger Anlagehorizont, regelmäßiges Sparen sowie das Halten von ausreichenden liquiden Mitteln für Börsentiefs.

Einfache Regeln helfen

Kurz- und mittelfristige Kursschwankungen gleichen sich laut des DAI bei längeren Anlagezeiträumen aus und führen letztlich zu attraktiven Renditen. "Mit einer breiten Streuung, einer langfristigen Perspektive und Kontinuität lassen sich Risiken am Aktienmarkt beherrschen", erklärte Bortenlänger die Voraussetzungen für den Anlageerfolg.

Wer diese einfachen Regeln befolge, müsse vor Aktien keine Scheu haben, sondern könne ohne viel Aufwand ein signifikantes Vermögen aufbauen.

Renditedreieck
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Das Renditedreieck lesen - gewusst wie!

tb