Mann mit angstverzerrtem Gesicht

Aktuelle Fondsmanagerumfrage Die Angst, etwas zu verpassen

Stand: 13.11.2019, 14:18 Uhr

Lange Zeit haben sich die Fondsmanager rund um den Globus an der Börse zurückgehalten, da die Skepsis überwog. Nun hat sich die Situation komplett geändert.

Laut der monatlichen Umfrage von BofA Merrill Lynch unter internationalen Fondsmanagern hat von Oktober bis November der größte Stimmungsumschwung seit Beginn der Erhebung vor 25 Jahren stattgefunden. Die institutionellen Anleger rechnen nun mehrheitlich mit einer positiven Entwicklung der Weltkonjunktur.

Dazu trug auch die sinkende Furcht vor den Folgen des amerikanisch-chinesischen Handelsstreits bei. Gleichzeitig ist aber die Sorge vor einer Preisblase am Anleihemarkt gestiegen.

Gewinne steigen

Außerdem rechnen die Fondsmanager mit besseren Gewinnaussichten für die Unternehmen und bewerten die Konzernbilanzen besser. Die Höhe des aufgenommenen Fremdkapitals wird dagegen weniger kritisch gesehen.

S&P 500 Ind.: Kursverlauf am Börsenplatz Citigroup für den Zeitraum 1 Jahr
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Der aufkeimende Optimismus hat dazu geführt, dass die Fondsmanager den Anteil der liquiden Mittel am Gesamtportfolio von 5,0 auf 4,2 Prozent reduziert haben. Gleichzeitig halten sie nun einen Anteil von 21 Prozent am Aktienmarkt. Das ist der höchste Anteil im laufenden Jahr.

Davon profitierten insbesondere zyklische Aktien, während eher konjunkturunabhängige Papiere wie von Versorgern reduziert wurden.

"Die Bullen sind zurück. Die Anleger erleben die Angst, etwas zu verpassen ("Fear of missing out" bzw. "FOMO"). Das habe zu einer Welle des Optimismus und einem sprunghaften Anstieg des Exposures gegenüber Aktien und zyklischen Werten geführt, kommentierte Michael Harnett, Chief Investment Strategist bei Merrill Lynch.

ME