Dividenden

Ausschüttungen von knapp 1,4 Billionen Dollar 2018 wird erneut Dividenden-Rekordjahr

Stand: 21.08.2018, 15:34 Uhr

Gute Zeiten für Aktionäre: Die Unternehmen zeigen sich auch in diesem Jahr spendabel - und werden so viel Dividende zahlen wie nie. Bereits im zweiten Quartal wurde eine Rekordsumme ausgeschüttet. Dividende gut, alles gut?

497,4 Milliarden Dollar flossen als Dividendenzahlungen von April bis Ende Juni an die Aktionäre. Das sind fast 13 Prozent mehr als im Vorjahresquartal, fand der Vermögensverwalter Janus Henderson in seiner Studie zur Dividenden-Entwicklung heraus.

26 Prozent mehr Dividende in Deutschland

In fast allen Regionen der Welt wurde im zweiten Quartal mehr ausgeschüttet als im Vorjahreszeitraum. In 12 Ländern lagen die Zahlungen auf Rekordniveau. Allein in Deutschland flossen 43,1 Milliarden Dollar an die Aktionäre - eine Zunahme von 26,5 Prozent.

Besonders kräftig öffnete Nestlé sein Füllhorn(li): Die Schweizer zahlten ihren Aktionären 7,2 Milliarden Franken (6,3 Milliarden Euro). Auf dem zweiten Platz der Top-Dividenden-Zahler stand mit 3,9 Milliarden Euro ein deutsches Unternehmen: Daimler. Der Versicherer Allianz schüttete 3,4 Milliarden Euro und landete im Ranking auf Rang sechs.

Nestlé: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
75,12
Differenz relativ
+1,95%
Daimler: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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46,70
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+2,69%
Allianz: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
173,98
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+0,12%

Der große Dividendenregen

Für das laufende Jahr rechnet Janus Henderson mit einem Neuen Rekord beim Dividendenregen. Die Ausschüttungen dürften um fast neun Prozent auf 1,385 Billionen Dollar steigen, prophezeit der Vermögensverwalter. Das um Wechselkurseffekte bereinigte Dividenden-Wachstum soll 7,4 Prozent betragen. Bisher hatte die Prognose bei 6,0 Prozent gelegen.

2017 flossen bereits 1,25 Billionen Dollar an die Aktionäre rund um den Globus – acht Prozent mehr als im Jahr zuvor. Davon stammten 43 Prozent von US-Konzernen. Ein Fünftel der Summe - nämlich 225 Milliarden Dollar - zahlten die europäischen Unternehmen. Die sprudelnden Unternehmensgewinne machten die Unternehmen  großzügiger denn je.

nb