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Wettrennen der selbstfahrenden Autos Von Apple bis Toyota

Google Car

Google Car
Im Mai 2014 sorgte der Internet-Riese mit seinem futuristischen kugelrunden "Google Car" für Furore. Das Roboter-Auto kam ganz ohne Lenkrad aus. 100 Fahrzeuge des Prototyps wurden gebaut und in den USA getestet. Wann und ob das Roboter-Auto von Google in den Handel kommt, ist noch unklar. "Apple und Google wollen nicht Autobauer werden, sondern sie sehen die Möglichkeit, Dienste in Fahrzeugen anzubieten", sagte dazu jüngst Renault- und Nissan-Chef Carlos Ghosn.

Wettrennen der selbstfahrenden Autos Von Apple bis Toyota

Google Car

Google Car
Im Mai 2014 sorgte der Internet-Riese mit seinem futuristischen kugelrunden "Google Car" für Furore. Das Roboter-Auto kam ganz ohne Lenkrad aus. 100 Fahrzeuge des Prototyps wurden gebaut und in den USA getestet. Wann und ob das Roboter-Auto von Google in den Handel kommt, ist noch unklar. "Apple und Google wollen nicht Autobauer werden, sondern sie sehen die Möglichkeit, Dienste in Fahrzeugen anzubieten", sagte dazu jüngst Renault- und Nissan-Chef Carlos Ghosn.

FiatChrysler-Kombi mit System für autonomes Fahren von WAYMO

Waymo
Der nächste Schritt der Google-Mutter Alphabet war dann, seine Sparte für selbstfahrende Autos auszulagern und die Tochter Waymo zu gründen. Diese soll keine eigenen Autos produzieren, sondern mit Autobauern kooperieren. So arbeitet Waymo unter anderem mit FiatChrysler im Bereich des autonomen Fahrens zusammen. Die ersten der 100 geplanten Testfahrzeuge wurden auf der Automesse CES gezeigt. Dabei wird das mobile Betriebssystem Android in die selbstfahrenden Autos von Fiat Chrysler integriert.

Apple-Logo und ein Auto-Piktogramm auf einer grauen Wand

Apple
Über die Rolle von Apple in Sachen autonomes Fahren wird weiter heftig spekuliert. Offenbar will sich der iPhone-Hersteller künftig schwerpunktmäßig mit der Entwicklung von Software dafür beschäftigen. Zunächst hieß es, Apple habe mehrere Prototypen gebaut und peile eine Markteinführung zum Jahr 2020 an. Nichtsdestoweniger betreibt Apple derzeit die zweitgrößte Roboterauto-Flotte im US-Bundesstaat Kalifornien.

Mercedes F015

Mercedes F015
Daimler hatte auf der Computermesse in Las Vegas 2015 mit dem F015 eine schwäbische Antwort auf das Roboter-Auto von Google gegeben. Es kommuniziert mit dem Fußgänger und teilt ihm mit, dass es ihn sieht. Im Innern des Fahrzeugs können die vier Lounge-Sitze so eingestellt werden, dass sich die Passagiere gegenübersitzen, um miteinander zu plaudern. Bis 2020 könnte das selbstfahrende Auto bei Daimler Realität werden – zumindest in der teilautomatisierten Version. Nach eigener Aussage will Daimler durch eine Kooperation mit Bosch im Rennen um das erste autonome Serienfahrzeug ganz vorne mitmischen.

Daimler Freightliner Inspiration Truck

Daimler Freightliner Inspiration Truck
Der Durchbruch beim autonomen Fahren ist in der Lkw-Branche teilweise bereits erfolgt. 2015 feierte der erste "Roboter-Truck" der Schwaben seine Weltpremiere - in der Wüste nahe Las Vegas. Der selbstfahrende Lastwagen erhielt die erste Zulassung im öffentlichen Straßenverkehr Nevadas. Doch bis der "Roboter Truck" massenweise auf den US-Highways zum Einsatz kommt, wird wohl noch Zeit vergehen. Daimler forciert derzeit nach eigenen Angaben aber die Entwicklung autonom fahrender Lkw und Busse weiter.

Audi A7 Jack

Audi A7 "Jack"
Selbstverständlich ist auch für Audi das autonome Fahren ein wichtiges Thema. Die VW-Tochter hat "Jack" vorgestellt, einen A7, der ohne Eingreifen des Lenkers fährt. Das Auto ist voller Technik: Das Radarsystem erfasst das Vorfeld des Autos, die Videokamera erkennt die Fahrbahnmarkierungen, Leitplanken, Fußgänger und andere Fahrzeuge. Bis zu 250 Meter kann "Jack" vorausschauen. Wann "Jack" serienreif wird, ist unklar. Klar ist aber, dass seit 2018 ist das teilautomatisierte Fahren bei Audi Realität wird. Denn der neue A8 setzt bereits einen Staupiloten ein, allerdings nur in den USA. Dieser übernimmt bei Staus oder zähflüssigem Verkehr auf der Autobahn die Bremsen und auch die Lenkung.

Jen-Hsun Huang, Nvidia-Ceo präsentiert auf der CES 2016 die Funktionsweise des Supercomputers Drive PX

Audi Nvidia
Audi hat auf der kürzliche auf der Technki-Messe CES gemeinsam mit Nvidia ein selbstfahrendes Auto mit künstlicher Intelligenz vorgestellt. Dabei tritt die Software als eine Art Co-Pilot auf und warnt vor potenziellen Gefahren im Verkehr - zum Beispiel wenn ein Radfahrer auf der Fahrbahn schlecht sichtbar ist oder sich ein anderes Fahrzeug im toten Winkel befindet. Der Computer greift aber erst ein, wenn der Fahrer die Gefährdung nicht erkennt.

BMWi

BMWi
BMW will demnächst rund 40 selbstfahrende Fahrzeuge in Europa und den USA auf die Straße bringen. Dabei kooperieren die Münchner mit dem Chipkonzern Intel und dem israelischen Zulieferer Mobileye. Die drei Firmen stellten im Januar in Las Vegas ihre Fortschritte der gemeinsamen Plattform für autonomes Fahren vor.

FiatChrysler-Modell Portal auf der CES

FiatChrysler Portal
Die wohl spektakulärste Vorstellung auf der Consumer Electronics Show war die Vision des Chrysler-Prototypen "Portal". Der Elektro-Minivan, der auch autonom fahren kann, verblüfft mit auffälligen Schiebetüren und einem fast komplett umbaubaren Innenraum. Bis auf den Platz des Fahrers können alle Sitze verschoben oder herausgenommen werden. Die Türen lassen sich nach links und rechts aufschieben, statt sich auf konventionelle Art zu öffnen. Dank getrennter Sound-Zonen können die Eltern vorn Musik hören und die Kinder auf der Rückbank einen Film sehen. Ein Autoschlüssel für den Chrysler-Prototyp ist nicht notwendig. Sobald eine der Kameras den Autobesitzer sieht, öffnet der Wagen automatisch seine Tür. Ziel sei gewesen, ein Auto für junge Käufer so begehrt zu machen wie ein Smartphone, erklärte Chrysler-Managerin Ashley Edgar in Las Vegas.

Ford Fusion mit Lidar Sensor Technologie

Ford Fusion mit Lidar-Sensoren
Ein Schlüsselement des autonomen Fahrens sind sogenannte Lidar-Sensoren oder Lichtradar-Systeme. Mit ihnen können die Autos ihre Umgebung auf eine Entfernung von bis zu 200 Meter klar erkennen und bewerten. Bei der CES stellte Ford eine neue Version seiner selbstfahrenden Testautos mit noch moderneren Lidar-Sensoren vor. Zudem zieht der digitale Amazon-Assistent Alexa in die Ford-Modelle ein.

Cadillac Super Cruiser

Cadillac Super Cruiser
Zeitlich klare Vorgaben gibt es von General Motors (GM): Wenn alles klappt, soll 2020 das Assistenz-System Super Cruise in allen Cadillac-Modellen anbieten. Allerdings benötigt das System weiterhin eine Überwachung durch den Fahrer.

Toyota LS 600h L

Toyota Lexus autonom
Weltmarktführer Toyota mischt ebenfalls in der Welt der selbstfahrenden Autos mit. In Tokio testen die Japaner autonome Autos der Tochter Lexus. Dabei füttern Daten anderer Fahrzeuge das Roboter-Auto. Wann der Nexus serienreif werden soll, ist offen.

Toyota Concept i auf der CES in Las Vegas

Toyota Concept i
Wie sich Toyota ein Auto mit integrierter künstlicher Intelligenz vorstellt, soll das "Concept-i" auf der CES demonstrieren. Dabei ersetzt der digitale Assistent "Yui" größtenteils Knöpfe und Touchscreens. "Yui" soll die Bedürfnisse der Autoinsassen erkennen und sogar voraussehen können, heißt es von Toyota - frei nach dem Motto "Nichts ist unmöglich". Zudem zeigt das Auto von außen per Display Fußgängern sowie nachfolgenden Fahrern an, ob es gerade autonom fährt oder von einem Menschen gesteuert wird.

Honda neuV

Honda neuV
Der japanische Autobauer hat bereits seit Ende 2016 einen selbstfahrenden Elektro-Kleinwagen im Gepäck. Das Konzeptauto NeuV zeigt die Möglichkeiten, wie sich die Fahrzeuginsassen anderweitig beschäftigen können, wenn sie nicht mehr am Steuer sitzen müssen. Ein "Gefühlsmotor" soll sich dank künstlicher Intelligenz besonders gut auf die Passagiere einstellen. Noch ist das alles freilich eine reine Zukunftsvision.

Tesla S mit Bosch-Technologie

Bosch Tesla Model S autonom
Natürlich tüfelts auch der Elektroauto-Pionier am selbstfahrenden Auto. Der Konzern geriet in die Schlagzeilen, nachdem ein Tesla-Fahrer durch einen Autounfall zu Tode gekommen war, als der Autopilot das Auto lenkte. In Deutschland gab es ebenfalls schon Probefahrten mit einem autonomen Model S - als Testfahrzeug von Bosch. Aktuell plant in Tesla in der Version 9.0 seines Fahrassistenzsystems eine Funktion namens On-ramp to Off-ramp, mit der die Elektroautos Autobahnauffahrten und -abfahrten autonom bewältigen können.

Schaeffler Bio-Hybrid

Schaeffler Bio-Hybrid
Der Autozulieferer mischt ebenfalls bei Lösungen zum autonomen Fahren und zur Elektromobilität mit. Auf der CES stand kürzlich der platzsparende Bio Hybrid im Rampenlicht. Hier wird das Wälzlager zum Sensor. Wälzlager oder Kugellager sind wichtig. Sie fixieren Achsen und Wellen so, dass sie für eine bestimmte Aufgabe beweglich bleiben.

Selbstfahrendes Auto von Uber

Uber und Toyota
Der Mitfahrdienst Uber will Medienberichten zufolge künftig zusammen mit Toyota selbstfahrende Autos entwickeln. Der japanische Autohersteller investiert zu diesem Zweck 500 Millionen US-Dollar in das US-amerikanische Unternehmen, so Medienberichte. Dafür wird Uber seine Technik für selbstfahrende Autos in Sienna-Minivans von Toyota integrieren. Die Autos sollen von Uber-Kunden genutzt werden. Später sollen die Autos auch anderen Flottenbetreibern zur Verfügung stehen.

Lyft (Pressematerial)

Lyft mit Aptiv und BMW
Der Uber-Rivale Lyft hat bereits im Mai 30 autonom fahrende Autos als Robotertaxis auf die Straßen von Las Vegas geschickt. Die Wagen mit Technologie des Autozulieferers Aptiv können über die App des Fahrzeugvermittlers gebucht werden und sind in ganz Las Vegas einsetzbar. Die von Aptiv zu Roboterwagen gebauten BMW-Fahrzeuge sind mit Sicherheitsfahrern an Bord unterwegs, die in kritischen Situationen eingreifen sollen. Damit nehmen die Roboterwagen-Pläne von Lyft konkrete Formen an. Der Uber-Konkurrent will zur Plattform für selbstfahrende Autos verschiedener Anbieter werden.