1/14

Was tut sich bei den Batteriezellen? Zahlreiche Projekte in Europa

Opel
An einem der beiden bereits von Altmaier angekündigten Joint Ventures ist Opel beteiligt. In einem deutsch-französischem Konsortium mit dem französischen Batteriehersteller Saft und der Opel-Muttergesellschaft PSA sollen bis 2022 zwei Fabriken mit jeweils 1.500 Beschäftigten entstehen. Ein Werk soll in Frankreich sein, das andere in Deutschland. Experten schätzen, dass der deutsche Standort das Opel-Komponentenwerk in Kaiserslautern werden könnte.

Was tut sich bei den Batteriezellen? Zahlreiche Projekte in Europa

Opel
An einem der beiden bereits von Altmaier angekündigten Joint Ventures ist Opel beteiligt. In einem deutsch-französischem Konsortium mit dem französischen Batteriehersteller Saft und der Opel-Muttergesellschaft PSA sollen bis 2022 zwei Fabriken mit jeweils 1.500 Beschäftigten entstehen. Ein Werk soll in Frankreich sein, das andere in Deutschland. Experten schätzen, dass der deutsche Standort das Opel-Komponentenwerk in Kaiserslautern werden könnte.

Volkswagenzentrale in Wolfsburg

Volkswagen
Mitte Mai beschloss der VW-Aufsichtsrat, knapp eine Milliarde Euro in die eigene Zellfertigung zu stecken. Das Werk soll in Salzgitter entstehen. Wie groß es werden soll und mit welchem Partner VW das Projekt angeht, ist bislang noch unklar.

Varta-Schriftzug an der Unternehmenszentrale in Ellwangen

Varta
Der deutsche Batteriespezialist Varta plant zusammen mit Ford eine Batteriezellen-Herstellung und bewirbt sich damit ebenfalls für Förderungen.

BMZ Group

BMZ Group
Bereits Anfang 2017 schlossen sich zahlreiche Unternehmen aus der deutschen Batteriebranche überraschend zusammen, um schrittweise eine Zellfabrik aufzubauen. Eine Schlüsselrolle hatte dabei die BMZ Group aus Karlstein am Main. Über das Projekt TerraE, das angeblich auch BMW, Thyssenkrupp und die Deutsche Post unterstützt haben, sollten vier Milliarden Euro investiert und 3.000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Fabrik sollte 2018 mit der Produktion beginnen und nach und nach wachsen. Im Oktober 2018 wurde das Konsortium allerdings aufgelöst. TerraE ging an die BMZ Group, die sich nun auch beim Bund beworben hat.

Siemens-Zentrale in München

Siemens
Der deutsche Technologieriese hat seine Pläne für eine eigene Zellfertigung mittlerweile gestoppt. Dafür stieg Siemens im vergangenen Jahr beim schwedischen Unternehmen Northvolt ein, das gerade mit seinen Arbeiten für eine Fabrik begonnen hat.

Mercedesstern in Qualmwolken

Daimler
Daimler hatte 2015 die Produktion von Batteriezellen bei seiner Tochter Li-Tec im sächsischen Kamenz eingestellt, weil der Konzern keine Möglichkeit sah, preislich mit Wettbewerbern in Asien zu konkurrieren. Seitdem kauft Daimler Zellen ausschließlich extern zu. Durch Verträge überwiegend mit asiatischen Herstellern gibt der Autobauer in den kommenden Jahren mehr als 20 Milliarden Euro aus und sichert sich die Versorgung bis 2030.

Bosch-Konzernzentrale in Stuttgart

Bosch
Der Autozulieferer Bosch entschied sich wie zuletzt Continental gegen den Aufbau einer eigenen Batteriezellenproduktion. Das hätte schätzungsweise Investitionen in Höhe von 20 Milliarden Euro erfordert. Ein Neueinsteiger habe keine Chance im Markt. Conti-Chef Elmar Degenhart sieht das ähnlich.

Produktion bei CATL

CATL
Der chinesische Hersteller CATL ist Branchenprimus in Sachen Lithium-Ionen-Zellen. Vor zwei Jahren überholten die Chinesen Panasonic. Das Unternehmen kündigte an, in Thüringen ein Werk zu bauen. Bis 2022 will CATL rund 240 Millionen Euro in die Fabrik in Erfurt pumpen. Langfristig soll sie mehr Jahreskapazität als Teslas Gigafactory bringen.

Farasis-Batterie

Farasis Energy
Das Wirtschaftsministerium in Sachsen-Anhalt teilte Anfang Mai mit, der amerikanische Batteriehersteller Farasis Energy werde eine Fertigung in Bitterfeld-Wolfen aufbauen und auch seine Europazentrale dorthin verlegen. Zunächst investiert das Unternehmen 600 Millionen Euro am neuen Standort. Die Produktion soll im Jahr 2022 anlaufen, die Produktionskapazität dann schrittweise von sechs auf zehn Gigawattstunden im Jahr hochgefahren werden. Farasis Energy ist nach eigenen Angaben der global führende Batteriekonzern, im Feld der asiatischen Hersteller aber wohl ein kleines Licht.

Grafische Darstellung der Tesla Gigafactory

Tesla
Elektroauto-Pionier Tesla stellt seine Batteriezellen selbst her. Die Mutter aller Gigafactories ist das riesige Zellwerk in Nevada. Auch in China ist der Konzern aktiv: In Shanghai soll eine weitere Gigafactory entstehen. Langfristig will Elon Musk zehn bis zwölf solcher Werke bauen. Für Europa kündigte Tesla 2017 ebenfalls Standorte an - bisher kam aber noch nichts Konkretes.

Northvolt

Northvolt
"Wir wollen Europas größte und grünste Batteriezellenfabrik bauen", sagte jüngst ein Sprecher von Northvolt. Schon Ende des kommenden Jahres soll das Werk im nordschwedischen Skellefteå anlaufen. Bis 2024 soll es im Jahr Batterien mit einer Kapazität von 32 Gigawattstunden ausstoßen. Das Unternehmen wurde von zwei ehemaligen Tesla-Topmanagern gegründet. Im März 2019 hat sich Northvolt den Volkswagen-Konzern als Forschungspartner geschnappt.

LG Chem-Mitarbeiter mit Elektrofahrzeug-Batterie

LG Chem
Der koreanische Konzern LG Chem startete 2018 im polnischen Breslau die erste größere Zellfabrik in Europa. LG investiert 1,3 Milliarden Euro. Zu den Kunden zählen Daimler, Prosche, Volvo, Audi, Renault und Jaguar.

SK Innovations

SK Innovations
Der südkoreanische Konzern gehört zu den kleineren Spielern bei der Produktion von Lithium-Ionen-Zellen. Das könnte sich ändern. Medienberichten zufolge pumpen die Koreaner 650 Millionen Euro in eine Fabrik im ungarischen Komarom. Laut Meldungen von Mitte April steht SK Innovations auch mit Volkswagen über die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens zum Bau einer Batteriefabrik in Verhandlungen.

Samsung SDI

Samsung SDI
300 Millionen Euro steckt Samsung in die Umbauarbeiten einer ehemaligen Fernseherfabrik. Die Batterie-Tochter Samsung SDI soll das neue Akkuwerk im ungarischen Göd betreiben.

Mehr zum Thema: Batteriezellen: Das Herzstück der Elektromobilität