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Überblick: Robo Advisors in Deutschland Geldanlage

Scalable-Anlagestrategie

Scalable
Das Münchener Unternehmen ist der unumstrittene Marktführer in Deutschland: Die Mindestanlagesumme für die automatisierte Vermögensverwaltung ist 10.000 Euro. Dafür wird das Anlageportfolio über die Risiko-Kennziffer Value at Risk (VaR) gesteuert, je nach ausgewählter VaR und Marktsituation finden laufende Umschichtungen statt. Scalable Capital ist als Finanzportfolio-Verwalter lizenziert. Die Kosten liegen pauschal bei 0,75 Prozent jährlich plus 0,25 Prozent Fondskosten. Scalable arbeitet erfolgreich mit der ING-Diba zusammen.

Überblick: Robo Advisors in Deutschland Geldanlage

Scalable-Anlagestrategie

Scalable
Das Münchener Unternehmen ist der unumstrittene Marktführer in Deutschland: Die Mindestanlagesumme für die automatisierte Vermögensverwaltung ist 10.000 Euro. Dafür wird das Anlageportfolio über die Risiko-Kennziffer Value at Risk (VaR) gesteuert, je nach ausgewählter VaR und Marktsituation finden laufende Umschichtungen statt. Scalable Capital ist als Finanzportfolio-Verwalter lizenziert. Die Kosten liegen pauschal bei 0,75 Prozent jährlich plus 0,25 Prozent Fondskosten. Scalable arbeitet erfolgreich mit der ING-Diba zusammen.

Liqid-Screenshot auf einem Laptop

Liqid
Als digitales Family Office sieht sich die Berliner Liqid, das Unternehmen arbeitet eng mit der Vermögensverwaltung HQ Trust zusammen, dem Vermögensverwalter der Familie Harald Quandt. Anleger können hier zwischen zwei Portfolio-Strategien wählen, die unterschiedlich aufwändig sind und mit Verwaltungskosten zwischen 0,66 und 1,45 Prozent (inklusive Fondskosten) zu Buche schlagen. Liqid hat mit 100.000 Euro derzeit die höchste Mindesteinlage unter den Branchen-Vertretern.

Robo Advisors Quirion

Quirion
Auch die Tochter der Quirin Bank, gemanagt von Consors-Gründer Karl Matthäus Schmidt, mischt in der Online-Vermögensverwaltung mit. Je nach Ausgangslage des Kunden wird hier in ein Portfolio einer Handvoll ETFs investiert. Die Gesamtkostenbelastung liegt bei 0,48 Prozent jährlich (im Basispaket), plus Fondskosten. Die Mindestanlage beträgt 10.000 Euro.

Comdirect startet eigenen Robo-Advisor

Cominvest
Seit Mai 2017 hat auch die Commerzbank-Tochter Comdirect einen eigenen Robo Advisor. Unter der Marke Cominvest können Kunden zwischen drei Modellen der Betreuung beziehungsweise Verwaltung ihrer Anlage durch einen Algorithmus wählen. Eingesetzt werden neben ETFs und Rohstoff-ETCs auch aktiv gemanagte Investmentfonds. Die Kosten betragen "all-in" 0,95 Prozent pro Jahr. Die Mindestanlage liegt bei nur 3.000 Euro.

Whitebox-Screenshot auf einem Laptop

Whitebox
Auch Whitebox aus Freiburg ist ein digitaler Finanzportfolio-Verwalter. Die Einstiegshürde liegt hier bei 5.000 Euro, die Kosten liegen bei kleineren Beträgen bei 0,95 Prozent p.a., sinken aber bei größeren Anlagesummen bis auf 0,35 Prozent, plus durchschnittlich 0,20 Prozent Fondskosten. Bei Whitebox wird die Portfoliostruktur nach dem Conditional Value at Risk (CVaR) aufgebaut. Dabei wird für einen Verlustfall nicht nur die Verlustwahrscheinlichkeit, sondern auch die durchschnittliche Höhe von Verlusten berücksichtigt.

Ginmon

Ginmon
Der Frankfurter Robo Advisor baut seine ETF-Portfolios entsprechend der Theorien vom Fama und Markowitz auf: Value-Aktien und Small Caps werden übergewichtet. Die Servicegebühr 0,75 Prozent jährlich. Dazu kommen Fondskosten von durchschnittlich 0,24 Prozent. Von einer ursprünglichen Erfolgsbeteiligung in Höhe von zehn Prozent der Performance hat man sich 2019 verabschiedet.

Fintego-Screenshot

Fintego
Bei Fintego, Marke der Fondsbank eBase, die zum Commerzbank-Konzern gehört, liegen die Managementkosten für die fünf ETF-Portfolios 0,30 und 0,90 Prozent, plus durchschnittlich 0,20 Prozent Fondskosten. Ein Rebalancing wird hier abhängig von zuvor definierten Verlustschwellen durchgeführt. Die Mindestanlagesumme beträgt 2.500 Euro.

Visualvest-Screenshot

Visualvest
Die Frankfurter Visualvest erhebt eine monatliche Servicegebühr von 0,6 Prozent jährlich für ihre Dienste. Hier kann der Anleger zwischen einer Reihe passiver ETF-Strategien, Strategien mit aktiv gemanagten Fonds und den "Green"-Strategien wählen, die auf nachhaltige Fonds setzen. Jährlich findet ein Rebalancing statt. Visualvest bietet ein Juniordepot und Sparpläne ab 25 Euro monatlich an. Partnerbank ist hier die Union Investment Service Bank AG (USB).

Growney-Screenshot

Growney
Seit Mai 2016 mischt die Berliner Growney im Markt für Robo Advisors mit. Für Anleger gibt es beim Investieren in fünf verschiedende ETF-Portfolien keine Mindestanlage. Die Gewichtung der Aktienanteils richtet sich nach der Wirtschaftskraft der jeweiligen Regionen. Die Gebühren liegen bei 0,99 (unter 10.000 Euro Einlage) bis 0,39 Prozent (bei über 50.000 Euro Einlage) plus Fondsgebühren von durchschnittlich 0,22 Prozent. Bankpartner ist die Hamburger Sutor Bank.

Oskar

Oskar
Erst seit dem Frühjahr 2019 gibt es den Robo-Advisor, der sich vor allem an die Kundengruppe der Familien mit Kindern wendet. Innerhalb eines Kontos kann dabei für mehrere Familienmitglieder per Sparplan (ab 25 Euro) in fünf verschiedene ETF-Portfolios investiert werden. Die Service-Pauschale liegt bei 0,8 und 1,0 Prozent, plus Fondskosten. Technisch läuft Oskar auf der Plattform des Marktführers Scalable Capital.

Pixit, Targobank

Pixit
Die Düsseldorfer Targobank, die zur französischen Crédit Mutuel Gruppe gehört, hat ihren Robo Advisor Ende 2018 gestartet. Technisch basiert das Tool ebenfalls auf der Plattform von Scalable Capital. In die Produktauswahl soll aber die Expertise der Marktanalysten und Spezialisten in der Bank einfließen. Die Gesamtkosten für den Dienst liegen bei 0,8 bis 1,0 Prozent jährlich.

ZeedIn, Hauck & Aufhäuser

ZeedIn
Auch die Privatbank Hauck & Aufhäuser versucht sich derzeit als Anbieter eines Anlage-Robos. Dabei gibt es eine Anlagevariante die auf ETFs und aktive Fonds setzt, eine, die auf Einzelaktien und Anleihen besteht, sowie eine dritte, bei der ethische Standards im Vordergrund stehen. Je nach Variante werden Gesamtkosten von 1,01 bis 1,25 Prozent fällig. Zwischen 50.000 und 300.000 Euro werden als Mindestanlagesumme benötigt.

Screenshot MeinInvest VR Bank Mittelfranken West

MeinInvest
Eine Reihe von Volks- und Raiffeisenbanken haben mit "Meininvest" ebenfalls bereits einen "Robo" im Angebot. Das Tool ist eine White-Label-Lösung von Visualvest. Zu den 0,72 Prozent Verwaltungsgebühr kommen hier noch Fondskosten.

Robin Anlagestrategie

Robin, Deutsche Bank
Recht spät hat die Deutsche Bank ihren "Robin" bei der Direktbank Maxblue gestartet. Branchenüblich erfolgt eine Einordnung des Anlegers nach seiner Risiko-Einstufung. Die Portfolien werden wie bei der Konkurrenz über ETFs strukturiert. Die Zusammensetzung des Portfolios wird durch Robin börsentäglich überwacht und "bei Bedarf" umgeschichtet. Die Investment-Strategen der Deutschen Bank sollen dazu regelmäßig Kapitalmarkteinschätzungen in die Algorithmen einspeisen, die für die Zusammensetzung und Anpassung der Portfolios genutzt werden.

Je nach Größe des Anlagebetrages verlangt die Bank zwischen 0,80 und 1,00 Prozent an Gebühren pro Jahr. Dazu kommen aufs Jahr gesehen nochmals 0,25 Prozent an Gebühren, die durch die eingesetzten ETFs anfallen und an den Kunden weitergegeben werden.

Solidvest-Screenshot

Solidvest
Der Vermögensverwalter und Fondsanbieter DJE Kapital hat 2017 die Online-Vermögensverwaltung Solidvest gestartet. Die Mindesteinlagesumme liegt 25.000 Euro im höheren Bereich. Solidvest setzt nicht auf ETFs, sondern investiert direkt in Aktien und Anleihen. Auf Grundlage der Empfehlungen des eigenen Research-Teams werden die Portfolien bestückt. Das jeweilige Verhältnis von Aktien zu Anleihen richtet sich nach der Risikoneigung. Die Kosten liegen bei jährlich 0,8 bis 0,9 Prozent. Dazu kommt eine Gewinnbeteiligung von zehn Prozent und eine Depotbankgebühr zwischen 0,3 und 0,5 Prozent.

Bevestor-Logo

Bevestor
Auch das Sparkassen-System schmückt sich inzwischen mit einer Online-Vermögensverwaltung. Dabei wird allerdings lediglich in drei nach Risikoneigung unterschiedene Fondsprodukte der Tochter Deka investiert. Dabei wird in ETFs, aber auch in aktiv gemanagte Fonds investiert. Zusammen mit einer Gebühr von jährlich 0,80 bis 1,0 Prozent und Fondsfremdkosten zwischen 0,37 und 0,58 Prozent per anno, ist die Lösung eine der teuersten am Markt. Dafür kann bereits mit einem Einmalbetrag von 1.000 Euro oder monatlichen Sparbeträgen von 25 Euro monatlich eingestiegen werden.

Investify-Logo

Investify
Der Robo Advisor mit Sitz in Luxemburg ist erst im März 2017 an den Start gegangen. Individuelle Anlageportfolios werden hier mit ETFs aus dem Hause iShares abgebildet. Neben ETFs kommen aber auch aktiv gemanagte Fonds zum Einsatz. Bei der Anlage werden auch Themenbereiche berücksichtigt, die Anleger besonders interessieren. In einer "All-in-Fee" von einem Prozent (ab 100.000 Euro 0,8 Prozent) sind neben den Fondskosten alle Kosten abgebildet. Die Mindestanlage liegt bei 5.000 Euro. Partner ist die Münchener Baader Bank.

Fundamental Capital

Fundamental Capital
Ebenfalls bei der Baader Bank werden die Gelder und Wertpapiere der Kunden von Fundamental Capital gemanagt. Das Know-how liefert das Startup aus Willich, das einen in der Branche ganz eigenen Weg geht: Statt auf ETFs setzt Fundamental Capital in erster Linie auf das direkte Investment in Aktien. Daneben können auch Short-Positionen über entsprechende ETFs eingegangen werden. In der Regel enthalten die Aktien-Portfolios nicht mehr als zehn bis 20 Titel. Mit 50.000 Euro ist die Einstiegshürde für Kunden recht hoch. Die Verwaltung des Aktien-Portfolios kostet ein Prozent pro Jahr pauschal, dazu kommt eine Performance Fee von zwölf Prozent auf die erzielte Rendite, die quartalsweise erhoben wird.

Weltsparen (Screenshot Website)

WeltInvest von WeltSparen
Das Zinsportal "Weltsparen" bietet seit März 2018 mit "WeltInvest" eigene ETF-Portfolios mit automatischem Rebalancing an. Anleger können aus vier Anlagestrategien je nach Gewichtung von Aktien und Anleihen wählen: 30 Prozent, 50 Prozent, 70 Prozent oder 100 Prozent Aktien. Die Gesamtkosten inklusive Fondskosten betragen 0,49 Prozent pro Jahr. Als Partner arbeitet WeltSparen mit Vanguard als Fondsanbieter und DAB BNP Paribas als Depotbank zusammen.

Wüstenrot

Wüstenrot
Auch die Wüstenrot Bank ist mit "Wüstenrot ETF Managed Depot" ins Robo-Geschäft eingestiegen. Das Angebot ist auf fünf Anlagestrategien beschränkt, der Mindestanlagebetrag liegt bei 2.500 Euro. Auch Spar- und Auszahlpläne sind im Angebot. Die Gewichtung der eingesetzten Assetklassen wird regelmäßig angepasst. Die Kosten liegen je nach Anlagesumme bei 0,30 bis maximal 0,90 Prozent jährlich. Hierin sind auch die Fondskosten enthalten.