Cannabispflanze

Cannabis-Nachfrage steigt Im Rausch durch die Corona-Krise

Stand: 02.04.2020, 13:41 Uhr

In Krisenzeiten zum Rauschmittel greifen ist nichts Neues. So steigt in den USA die Nachfrage nach Cannabis deutlich. Auf die Aktien der großen börsennotierten Hersteller hat dies bislang aber kaum gewirkt.

Die Cannabis-Nachfrage in den USA ist in den vergangenen Wochen deutlich gestiegen. Laut einer Studie der Bank of America ist der Bestand an Cannabis seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie stetig gesunken. Laut dem Internetportal "Kryptoszene.de" verzeichneten die Cannabis-Unternehmen an 22 von 26 Tagen im März ein Absatzplus. Ab der zweiten Märzwoche habe der Online-Händler „Weedmaps“ über 60 Prozent mehr Kunden bedient als in der Vorwoche.

Aktien der Großkonzerne kaum erholt

Dennoch haben sich die Aktien der großen Cannabis-Hersteller wie Aurora, Canopy Growth oder Aphria zuletzt kaum von ihrem Corona-Absturz erholt. Gestern ging es mal wieder heftig abwärts, während heute wieder einige spekulative Anleger einsteigen.

Aurora Ex-CEO verkauft Aktien

Zu dem Kursverfall bei Aurora Cannabis dürfte auch eine Mitteilung des Unternehmens Mitte März beigetragen haben. Demnach hat der Ex-CEO und Mitgründer Terry Booth 12.161.900 seiner Aurora-Aktien verkauft. Der Interimschef Michael Singer erklärte, das Unternehmen komme dennoch wie geplant voran, sich bei Kapitalallokation, Bilanzstärke und Rentabilität zu verbessern.

Der Negativtrend bei den großen börsennotierten Cannabis-Herstellern hält bisher also noch an – und das schon seit dem Frühjahr 2019. Lieferengpässe während der Corona-Krise müssten Kunden laut Kryptoszene-Analyst Raphael Lulay nicht befürchten. „Aufgrund der Überproduktionen in der Vergangenheit sind Lieferengpässe unwahrscheinlich.“

ms