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Die größten deutschen Chemieunternehmen Von BASF bis Wacker

<strong>BASF</strong><br/>Mit einer Marktkapitalisierung von 49,29 Milliarden Euro behauptet sich BASF weiter als die unangefochtene Nummer eins in Deutschland.<br/><br/>Die Ludwigshafener wagen jedoch noch keine Prognose für die Umsätze in 2020. „Für das zweite Halbjahr 2020 gehen wir wegen der Corona-Pandemie von hohen Unsicherheiten aus“, sagt Konzernchef Martin Brudermüller. Die wirtschaftliche Erholung und die mittel- und langfristige gesamtwirtschaftliche Entwicklung könne langsamer verlaufen als vor der  Pandemie.<br/><br/>Die Vorsicht des BASF-Chefs ist vor allem der Aufstellung des Konzerns geschuldet. BASF hat einen großen Anteil Basischemie im Portfolio, bei der am Weltmarkt aktuell große Überkapazitäten herrschen. Der bereinigte Gewinn des Konzerns im zweiten Quartal sank um 35 Prozent. Entscheidend wird für BASF sein, wie schnell sich die Automobilindustrie als wichtigste Kundengruppe erholt.: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 1 Jahr

BASF
Mit einer Marktkapitalisierung von 49,29 Milliarden Euro behauptet sich BASF weiter als die unangefochtene Nummer eins in Deutschland.

Die Ludwigshafener wagen jedoch noch keine Prognose für die Umsätze in 2020. „Für das zweite Halbjahr 2020 gehen wir wegen der Corona-Pandemie von hohen Unsicherheiten aus“, sagt Konzernchef Martin Brudermüller. Die wirtschaftliche Erholung und die mittel- und langfristige gesamtwirtschaftliche Entwicklung könne langsamer verlaufen als vor der Pandemie.

Die Vorsicht des BASF-Chefs ist vor allem der Aufstellung des Konzerns geschuldet. BASF hat einen großen Anteil Basischemie im Portfolio, bei der am Weltmarkt aktuell große Überkapazitäten herrschen. Der bereinigte Gewinn des Konzerns im zweiten Quartal sank um 35 Prozent. Entscheidend wird für BASF sein, wie schnell sich die Automobilindustrie als wichtigste Kundengruppe erholt.

Die größten deutschen Chemieunternehmen Von BASF bis Wacker

<strong>BASF</strong><br/>Mit einer Marktkapitalisierung von 49,29 Milliarden Euro behauptet sich BASF weiter als die unangefochtene Nummer eins in Deutschland.<br/><br/>Die Ludwigshafener wagen jedoch noch keine Prognose für die Umsätze in 2020. „Für das zweite Halbjahr 2020 gehen wir wegen der Corona-Pandemie von hohen Unsicherheiten aus“, sagt Konzernchef Martin Brudermüller. Die wirtschaftliche Erholung und die mittel- und langfristige gesamtwirtschaftliche Entwicklung könne langsamer verlaufen als vor der  Pandemie.<br/><br/>Die Vorsicht des BASF-Chefs ist vor allem der Aufstellung des Konzerns geschuldet. BASF hat einen großen Anteil Basischemie im Portfolio, bei der am Weltmarkt aktuell große Überkapazitäten herrschen. Der bereinigte Gewinn des Konzerns im zweiten Quartal sank um 35 Prozent. Entscheidend wird für BASF sein, wie schnell sich die Automobilindustrie als wichtigste Kundengruppe erholt.: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 1 Jahr

BASF
Mit einer Marktkapitalisierung von 49,29 Milliarden Euro behauptet sich BASF weiter als die unangefochtene Nummer eins in Deutschland.

Die Ludwigshafener wagen jedoch noch keine Prognose für die Umsätze in 2020. „Für das zweite Halbjahr 2020 gehen wir wegen der Corona-Pandemie von hohen Unsicherheiten aus“, sagt Konzernchef Martin Brudermüller. Die wirtschaftliche Erholung und die mittel- und langfristige gesamtwirtschaftliche Entwicklung könne langsamer verlaufen als vor der Pandemie.

Die Vorsicht des BASF-Chefs ist vor allem der Aufstellung des Konzerns geschuldet. BASF hat einen großen Anteil Basischemie im Portfolio, bei der am Weltmarkt aktuell große Überkapazitäten herrschen. Der bereinigte Gewinn des Konzerns im zweiten Quartal sank um 35 Prozent. Entscheidend wird für BASF sein, wie schnell sich die Automobilindustrie als wichtigste Kundengruppe erholt.

<strong>Bayer</strong><br/>Die Bayer AG ist mit 54,26 Milliarden Euro an der Börse zwar mehr wert - ist aber auch kein reiner Chemiekonzern. Die Schwerpunkte des Leverkusener Unternehmens liegen eher auf der Gesundheitsversorgung im Pharma-Beriech, dem Pflanzenschutz und der Schädlingsbekämpfung.: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 1 Jahr

Bayer
Die Bayer AG ist mit 54,26 Milliarden Euro an der Börse zwar mehr wert - ist aber auch kein reiner Chemiekonzern. Die Schwerpunkte des Leverkusener Unternehmens liegen eher auf der Gesundheitsversorgung im Pharma-Beriech, dem Pflanzenschutz und der Schädlingsbekämpfung.

<strong>Evonik</strong><br/>Mit einer Marktkapialisierung von 10,90 Milliarden Euro kommt Evonik zwar noch lange nicht an BASF heran. Doch das Unternehmen hat mehr konjunkturrobuste Segmente als BASF, etwa die Geschäfte mit Zusätzen für Tiernahrung, Kosmetika und Pharmaprodukte sowie Werkstoffe für die Windenergie, weswegen das Unternehmen etwas besser durch die Krise kam als der Branchenprimus. Mit einem Gewinnrückgang um 14 Prozent kam der Essener Konzern vergleichsweise stabil durchs zweite Quartal. 2020 will Evonik einen bereinigten Ergebnis (Ebitda vor Sonderposten) zwischen 1,7 Milliarden und 2,1 Milliarden Euro erreichen.: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 1 Jahr

Evonik
Mit einer Marktkapialisierung von 10,90 Milliarden Euro kommt Evonik zwar noch lange nicht an BASF heran. Doch das Unternehmen hat mehr konjunkturrobuste Segmente als BASF, etwa die Geschäfte mit Zusätzen für Tiernahrung, Kosmetika und Pharmaprodukte sowie Werkstoffe für die Windenergie, weswegen das Unternehmen etwas besser durch die Krise kam als der Branchenprimus. Mit einem Gewinnrückgang um 14 Prozent kam der Essener Konzern vergleichsweise stabil durchs zweite Quartal. 2020 will Evonik einen bereinigten Ergebnis (Ebitda vor Sonderposten) zwischen 1,7 Milliarden und 2,1 Milliarden Euro erreichen.

<strong>Covestro</strong><br/>Die Marktkapitalisierung gehört mit 7,89 Milliarden Euro eher zu den Schlusslichtern. Die Pandemie hat dem Kunststoffhersteller schwer zu schaffen gemacht: im zweiten Quartal kam es zu einem Gewinneinbruch von 73 Prozent. Schon vor der Corona-Krise standen die Hauptgeschäfte mit Polyurethan-Schäumen und dem transparenten Kunststoff Polycarbonat wegen der Überkapazitäten am Markt unter massivem Preisdruck. Doch auch Covestro sieht Lichtblicke. Die sonst übliche sommerliche Abschwächung blieb laut dem Unternehmen in diesem Jahr aus. Im Juli wurde der Dax-Konzern sogar von einem unerwartet hohen Nachfrageschub überrascht.: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 1 Jahr

Covestro
Die Marktkapitalisierung gehört mit 7,89 Milliarden Euro eher zu den Schlusslichtern. Die Pandemie hat dem Kunststoffhersteller schwer zu schaffen gemacht: im zweiten Quartal kam es zu einem Gewinneinbruch von 73 Prozent. Schon vor der Corona-Krise standen die Hauptgeschäfte mit Polyurethan-Schäumen und dem transparenten Kunststoff Polycarbonat wegen der Überkapazitäten am Markt unter massivem Preisdruck. Doch auch Covestro sieht Lichtblicke. Die sonst übliche sommerliche Abschwächung blieb laut dem Unternehmen in diesem Jahr aus. Im Juli wurde der Dax-Konzern sogar von einem unerwartet hohen Nachfrageschub überrascht.

<strong>Lanxess</strong><br/>An der Börse ist der MDax-Konzern 4,31 Milliarden Euro wert. Lanxess entwickelt, produziert und vertreibt Kunststoffe, Kautschuke, Spezialchemikalien und Zwischenprodukte. Auch Lanxess präsentierte sich im schwierigen zweiten Quartal robust, der bereinigte Gewinn sank nur um ein Fünftel. Lanxess-Chef Zachert verweist auf den Konzernumbau der vergangenen Jahre. Die Kölner haben sich aus kapitalintensiven Massengeschäften zurückgezogen und in Spezialmärkte wie Flammschutz- und Desinfektionsmittel investiert. Auch die Inhaltsstoffe für Agrarchemie liefen robust. Auch Lanxess hält an der Prognose fest, 2020 ein bereinigtes Ergebnis zwischen 800 Millionen und 900 Millionen Euro zu erreichen.: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 1 Jahr

Lanxess
An der Börse ist der MDax-Konzern 4,31 Milliarden Euro wert. Lanxess entwickelt, produziert und vertreibt Kunststoffe, Kautschuke, Spezialchemikalien und Zwischenprodukte. Auch Lanxess präsentierte sich im schwierigen zweiten Quartal robust, der bereinigte Gewinn sank nur um ein Fünftel. Lanxess-Chef Zachert verweist auf den Konzernumbau der vergangenen Jahre. Die Kölner haben sich aus kapitalintensiven Massengeschäften zurückgezogen und in Spezialmärkte wie Flammschutz- und Desinfektionsmittel investiert. Auch die Inhaltsstoffe für Agrarchemie liefen robust. Auch Lanxess hält an der Prognose fest, 2020 ein bereinigtes Ergebnis zwischen 800 Millionen und 900 Millionen Euro zu erreichen.

<strong>Wacker Chemie</strong><br/>Der SDax-Konzern kommt auf eine Marktkapitalisierung von 4,16 Milliarden Euro. Nach einem bereits schwierigen Vorjahr wurde auch Wacker Chemie von der Corona-Krise schwer getroffen. Um 15 Prozent brach der Umsatz im zweiten Quartal im Jahresvergleich ein, das <a href="" externalId="lexikon_19535">Ebitda</a> sogar um rund die Hälfte. Die Flaute in den Textil- und Autobranchen im Zuge der weltweiten Corona-Beschränkungen schlug damit ebenso auf den Chemiekonzern durch, wie der seit Längerem mit harten Bandagen geführte Wettbewerb im Markt für den Solarindustriegrundstoff Polysilizium. Hier machten dem Unternehmen zuletzt vor allem die chinesische Billigkonkurrenz  zu schaffen. Hier gab es jedoch zuletzt Lichtblicke. Ein Unglück beim chinesischen Konkurrenten GCL-Poly führte offenbar zu größeren Schäden in einem Werk. Am Markt ging die Sorge vor einer Polysilizium-Knappheit um: Der Preis schoss daher Ende Juli nach oben. Und das höhere Preisniveau könnte andauern, da Experten mit Reparaturen bis Mitte kommenden Jahres rechnen - davon profitiert Wacker.: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 1 Jahr

Wacker Chemie
Der SDax-Konzern kommt auf eine Marktkapitalisierung von 4,16 Milliarden Euro. Nach einem bereits schwierigen Vorjahr wurde auch Wacker Chemie von der Corona-Krise schwer getroffen. Um 15 Prozent brach der Umsatz im zweiten Quartal im Jahresvergleich ein, das Ebitda sogar um rund die Hälfte. Die Flaute in den Textil- und Autobranchen im Zuge der weltweiten Corona-Beschränkungen schlug damit ebenso auf den Chemiekonzern durch, wie der seit Längerem mit harten Bandagen geführte Wettbewerb im Markt für den Solarindustriegrundstoff Polysilizium. Hier machten dem Unternehmen zuletzt vor allem die chinesische Billigkonkurrenz zu schaffen. Hier gab es jedoch zuletzt Lichtblicke. Ein Unglück beim chinesischen Konkurrenten GCL-Poly führte offenbar zu größeren Schäden in einem Werk. Am Markt ging die Sorge vor einer Polysilizium-Knappheit um: Der Preis schoss daher Ende Juli nach oben. Und das höhere Preisniveau könnte andauern, da Experten mit Reparaturen bis Mitte kommenden Jahres rechnen - davon profitiert Wacker.