IAA Frankfurt 2017
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Absatzplus von fast sechs Prozent Goldener Oktober für Europas Autohersteller

Stand: 16.11.2017, 09:10 Uhr

Gute Nachricht für die Autobranche: Der Absatz in Europa steigt wieder. Nach einer kleinen Delle im September ist die Autonachfrage im Oktober wieder angezogen. Die deutschen Konzerne verzeichneten Zuwächse - außer BMW.

Hörfunk-Moderatorin Ulla Herrmann
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Börse 14.00 Uhr: VW, Daimler und BMW auf gutem Kurs

Der Münchner Autobauer verkaufte im Oktober weniger Autos als Konkurrent Daimler. Laut der monatlichen Statistik von Acea sanken die Neuzulassungen von BMW und Mini um 7,8 Prozent auf 71.459 Fahrzeuge. Dagegen konnte Daimler 76.983 Autos der Marken Mercedes und Smart absetzen - ein Plus von 6,5 Prozent. Mercedes und BMW liefern sich seit Jahren ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Seat und Skoda treiben VW-Absatz

Auch VW war im Oktober gut unterwegs. Die Wolfsburger konnten den Absatz um 4,8 Prozent steigern. Besonders gefragt waren die Modelle von Seat und Skoda. Dagegen verkauften Audi und Porsche fast zwei Prozent weniger Fahrzeuge.

Volkswagen VZ: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
147,96
Differenz relativ
+1,45%
BMW ST: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
73,90
Differenz relativ
+1,89%
Daimler: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
51,89
Differenz relativ
+2,94%

Konkurrent Toyota hängte VW ab. Im Oktober verkauften die Japaner über zehn Prozent mehr Fahrzeuge. Noch besser schnitten die französischen Hersteller Renault und PSA Peugeot Citroen (dank Opel) sowie Suzuki (plus 32 Prozent) ab. Mit einem Marktanteil von rund 16 Prozent kam PSA näher an Marktführer VW (24,5 Prozent) heran.

Nur die Briten haben keine Lust mehr auf Autos

Insgesamt stieg die Zahl der Neuzulassungen in den EU-Ländern im Oktober um 5,9 Prozent auf rund 1,17 Millionen Autos. Besonders stark entwickelten sich die Märkte in Spanien und Frankreich. Dort gab es zweistellige Zuwächse. In Deutschland wurden 3,9 Prozent mehr Fahrzeuge verkauft. War das der IAA-Effekt? Nur die Briten hielten sich mit Autokäufen zurück. Der Absatz auf der Insel brach erneut um über zwölf Prozent ein.

Diesel-Krise zeigt Spuren

Der Marktanteil von Dieselfahrzeugen schrumpfte weiter: In den fünf größten EU-Märkten liegt er laut der Beratungsgesellschaft EY mit knapp 46 Prozent auf dem niedrigsten Stand seit 15 Jahren. Der Absatz von Autos mit Elektro- oder Hybridantrieb stieg dagegen laut EY überdurchschnittlich um 63 Prozent. Der Marktanteil dieser Autos erhöhte sich im Oktober auf 4,8 Prozent. Das heißt: Nur jedes 20. neu zugelassene Auto in Europa ist ein Elektro- oder Hybridfahrzeug.

2017 dürfte ein gutes Autojahr in Europa werden. In den ersten zehn Monaten kletterte die Zahl der Neuzulassungen um 3,9 Prozent. In Deutschland betrug das Plus 2,3 Prozent.

Die deutschen Autoaktien ziehen am Donnerstag an. Besonders gefragt sind die VW-Titel. Sie steigen um 1,3 Propzent - vor allem freilich wegen guter Nachrichten aus China. Die Titel von Daimler und BMW legen 0,6 Prozent zu. Zuletzt litten die Autopapiere unter dem stärkeren Euro.

nb

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