Megatrend Sicherheit: Cyber

Megatrend Sicherheit Geschäfte mit der Angst

Stand: 13.11.2017, 06:45 Uhr

Höhere Verteidigungsausgaben, der Schutz von öffentlichen Plätzen und sensiblen Daten ist ein Kennzeichen unserer Zeit. Das "Überthema" Sicherheit hat viele Facetten und Profiteure, auch am Aktienmarkt.

Die Verunsicherung in weiten Teilen der Bevölkerung ist hoch. Terrorbedrohung und Flüchtlingskrise in Verbindung mit einem schnellen, grundlegenden Wandel unserer Gesellschaft im digitalen Zeitalter sind dafür verantwortlich.

Verteidung auf allen Ebenen

Laut einer aktuellen Studie der Schweizer Großbank Credit Suisse ist der Thema Sicherheit einer der "Supertrends" der kommenden Jahre und Jahrzehnte. Angefangen bei den Verteidigungsetats, die wegen der gobalen Bedrohungssituation nach Ansicht vieler Experten in den kommenden Jahren deutlich aufgestockt werden.

Die Analysten sehen gesellschaftliche Entwicklungen wie das Abschmelzen der Mittelschicht oder die Angst vor Überfremdung als Motivator der Politik an, Milliarden von Dollar und Euro in den Ausbau von Sicherheitsinfrastruktur, Militär und Cybersicherheit zu investieren. Die Wahlergebnisse in den USA, aber auch in vielen europäischen Staaten erzeugen Druck, entsprechende politische Maßnahmen zu ergreifen.

Allein in den USA ist ein Ausgabenplus bei den Verteidigungsausgaben von mehr als 50 Milliarden Dollar allein 2018 geplant, ein Plus von zehn Prozent. Die Trump-Administration investiert in Flugzeuge, konventionelle Waffen wie Panzer, aber auch die Entwicklung neuer Systeme. Viele Mittel fließen dabei explizit in den Kampf gegen den Terror.

Etats vor der Aufstockung

Verteidigungsausgaben werden aber mit großer Wahrscheinlichkeit auch in Europa, Russland und China weiter wachsen. Viele der Nato-Mitglieder etwa, darunter auch Deutschland, liegen weit unter dem Ausgabenziel des Bündnisses, das bei 2,0 Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegt (s. unsere Grafik).

Verteidigungsausgaben

Verteidigungsausgaben. | Bildquelle: NATO, Credit Suisse, Bild: Rheinmetall, Grafik: boerse.ARD.de

Megatrend Sicherheit: Überwachungskameras

Megatrend Sicherheit. | Bildquelle: colourbox.de

Dazu kommen vermutlich deutlich steigende Investionen öffentlicher und privater Akteure in Sicherheit in Form von Überwachungssystemen, Schutz von Gebäuden und öffentlichen Plätzen. Einer der am stärksten wachsenen Sektoren der Branche ist der Bereich der Cybersicherheit.

Technologie im Dienst der Sicherheit

Neben "klassischen" Rüstungsunternehmen werden vom gestiegenen Bedürfnis nach Sicherheit also Unternehmen verschienster Ausrichtung profitieren. Dazu gehören im Technologiesektor Anbieter entsprechender Hard- und Software. Hersteller von Überwachungssystemen und -Kameras, Anbieter von Laborsicherheit, aber auch Sicherheitsfirmen, die Personal zur Bewachung und Sicherung von öffentlichen Räumen bereitstellen.

Wer als Investor auf den Trend Sicherheit setzen will, hat wie bei allen Megatrends mehrere Möglichkeiten. Ein Direktinvestment in eine oder mehrere Aktien ist naturgemäß mit höheren Risiken, aber womöglich auch Chancen verbunden (s. unsere Chartserie: Sicherheit ist Trumpf) als die Streuung über Fonds oder ETFs. Einen Indexfonds zum Thema Cybersecurity hat der Anbieter ETFSecurities vor rund zwei Jahren aufgelegt (WKN A14ZT8).

Aktiv gemanagt oder passiv

Wer breiter in das Megathema Sicherheit investieren will, kann auch zu einem aktiv gemanagten Fonds der Credit Suisse (WKN: A1W5CQ) greifen, der das Thema global mit mit Aktien aus verschiedensten Branchen abbildet. Dazu gehören Vertreter aus der Rüstungs- und Cybersicherheitsbranche ebenso wie Gesundheitsspezialisten oder spezialisierte Finanzdienstleiter.

AB

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