Computerspieler auf der Gamescom 2016 in Köln

Zocken contra Corona Gaming-Aktien im Aufwind

Stand: 08.04.2020, 15:08 Uhr

Von sozialer Isolation und dem Aufruf, sich in der eigenen Wohnung aufzuhalten, profitieren nicht zuletzt Gaming-Aktien. In den vergangenen Wochen schnellten die Kurse in die Höhe.

Ein Mann spielt

Gaming contra Corona. | Bildquelle: picture alliance / dpa Themendienst

Die Behörden empfehlen, das Haus oder die Wohnung nur noch in dringenden Fällen zu verlassen. Wer kann, bleibt zu Hause. Und fängt etwas (mehr oder weniger) sinnvolles mit seiner Zeit an. Ein Serienmarathon beispielsweise oder zocken. Das empfiehlt mittlerweile sogar schon die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Sie hat eine Kampagne in Kooperation mit Spieleentwicklern wie Activision Blizzard und Riot Games sowie dem Streaming-Anbieter Twitch mit dem Namen #PlayApartTogether ins Leben gerufen. Getrennt gemeinsam zocken also. Für die Gaming-Konzerne ist das eine wohltuende Werbemaßnahme.

Gaming-Aktien im Aufwind

Zunächst waren die Aktien der Spieleanbieter ähnlich wie der gesamte Markt gefallen. Seit Ende März aber sind sie auf Erholungskurs. Anbieter von virtuellen Spielen gehören also zu den unbestrittenen Profiteuren der Corona-Pandemie.

So notiert die Nintendo-Aktie derzeit sogar nahe ihres Fünf-Jahres-Hochs. Im Dezember war eine Aktie des Konsolen- und Spieleherstellers 379 Euro wert. Derzeit sind es knapp 370 Euro.

Auch die Aktie von Activision Blizzard, das unter anderem für die Reihe „Call of Duty“ bekannt ist, erholte sich nach der Talfahrt wieder gut. Der Titel zog seit dem 25. März um 13 Prozent an.

Ähnliche Kursverläufe können die Titel der Spieleentwickler Electronic Arts, Ubisoft und Take Two Interactive aufweisen.

Gaming beliebtes Mittel gegen Langeweile

Laut einer Studie der Havas Media Group ist Gaming bei den Befragten das beliebteste Mittel gegen Langeweile. Insbesondere regelmäßige Spieler hätten ihren Konsum in den vergangenen Wochen deutlich erhöht. Am weltgrößten Internetknoten in Frankfurt wurde Ende März eine Zunahme des Datenverkehrs durch Online-Computerspiele von 25 Prozent registriert.

ms