Neufahrzeuge stehen zur Verschiffung auf dem VW-Autoterminal bereit
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Absatzeinbruch im Oktober Europäer meiden Audi und Porsche

Stand: 15.11.2018, 08:59 Uhr

Keine Spur vom goldenen Autoherbst: Auch im Oktober ist der europäische Automarkt eingebrochen - wenn auch nicht ganz so stark wie im September. Vor allem die VW-Töchter Audi und Porsche kamen unter die Räder.

Die neuen Abgastests und die Diesel-Krise bremsten die Nachfrage. Die Zahl der Zulassungen in den EU-Ländern fiel nach Angaben des Branchenverbands Acea um 7,3 Prozent auf 1,08 Millionen Stück. Besonders heftig war der Einbruch in den Benelux-Ländern, in Österreich und in Schweden. In Deutschland sanken die Verkäufe um 7,4 Prozent.

VW wird zum Ladenhüter

Volkswagen VZ: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Besonders hart erwischte es VW. Der Absatz der Wolfsburger sackte im Oktober erneut um 21,5 Prozent ein. Audi verkaufte fast 54 Prozent weniger Fahrzeuge, Porsche erlitt ein Absatzminus von 64 Prozent. Bereits im September waren die Verkäufe von VW um fast die Hälfte eingebrochen.

Deutsche Premiumautos wieder gefragt

Die anderen deutschen Autobauer dagegen verzeichneten Zuwächse. BMW steigerte die Zulassungen im Oktober um 14,5 Prozent. Für Daimler ging es um 7,5 Prozent nach oben.

Daimler: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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BMW ST: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Gewinner des Monats war GM mit einem Absatzplus von 42 Prozent. Jaguar Land Rover und Volvo brachten ebenfalls mehr Autos unter. Die französischen Autokonzerne indes erlitten Einbußen.

Kleines Plus seit Jahresbeginn

Auf Jahressicht sieht es für den europäischen Automarkt weniger düster aus. In den ersten zehn Monaten des Jahres nahmen die Neuzulassungen dank kräftiger Zuwächse in früheren Monaten um 1,6 Prozent auf 13,04 Millionen zu. In Spanien legten die Zulassungen mit 10,0 Prozent am kräftigsten zu. Dahinter folgten Frankreich (+5,7 Prozent) und Deutschland (+1,4 Prozent). Nur Italien (-3,2 Prozent) und Großbritannien (-7,2 Prozent) verzeichneten ein Minus.

nb

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