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Medikamente als Hoffnungsträger Die Virus-Profiteure

<strong>Gilead Sciences</strong><br/>Bei antiviralen Medikamenten liegt Gilead ganz vorn. Die amerikanische Biotech-Firma ist führender Anbieter von Aids-Medikamenten. Remdesivir könnte bei der Behandlung von Coronavirus-Erkrankten wirken. In mehreren Ländern finden derzeit klinische Studien mit Remdesivir statt. Erste Zwischenergebnisse in Chicago waren vielversprechend. Dagegen wurde eine Studie in China abgebrochen. Gilead weist aber Berichte zurück, wonach das Mittel ein Flop gewesen sei. Die Hoffnung auf einen erfolgreichen Einsatz des Mittels im Kampf gegen das Virus beflügelte den Aktienkurs der Biotech-Firma. Die Aktie von Gilead sprang seit Ende Januar deutlich nach oben.: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 3 Monate

Gilead Sciences
Bei antiviralen Medikamenten liegt Gilead ganz vorn. Die amerikanische Biotech-Firma ist führender Anbieter von Aids-Medikamenten. Remdesivir könnte bei der Behandlung von Coronavirus-Erkrankten wirken. In mehreren Ländern finden derzeit klinische Studien mit Remdesivir statt. Erste Zwischenergebnisse in Chicago waren vielversprechend. Dagegen wurde eine Studie in China abgebrochen. Gilead weist aber Berichte zurück, wonach das Mittel ein Flop gewesen sei. Die Hoffnung auf einen erfolgreichen Einsatz des Mittels im Kampf gegen das Virus beflügelte den Aktienkurs der Biotech-Firma. Die Aktie von Gilead sprang seit Ende Januar deutlich nach oben.

Medikamente als Hoffnungsträger Die Virus-Profiteure

<strong>Gilead Sciences</strong><br/>Bei antiviralen Medikamenten liegt Gilead ganz vorn. Die amerikanische Biotech-Firma ist führender Anbieter von Aids-Medikamenten. Remdesivir könnte bei der Behandlung von Coronavirus-Erkrankten wirken. In mehreren Ländern finden derzeit klinische Studien mit Remdesivir statt. Erste Zwischenergebnisse in Chicago waren vielversprechend. Dagegen wurde eine Studie in China abgebrochen. Gilead weist aber Berichte zurück, wonach das Mittel ein Flop gewesen sei. Die Hoffnung auf einen erfolgreichen Einsatz des Mittels im Kampf gegen das Virus beflügelte den Aktienkurs der Biotech-Firma. Die Aktie von Gilead sprang seit Ende Januar deutlich nach oben.: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 3 Monate

Gilead Sciences
Bei antiviralen Medikamenten liegt Gilead ganz vorn. Die amerikanische Biotech-Firma ist führender Anbieter von Aids-Medikamenten. Remdesivir könnte bei der Behandlung von Coronavirus-Erkrankten wirken. In mehreren Ländern finden derzeit klinische Studien mit Remdesivir statt. Erste Zwischenergebnisse in Chicago waren vielversprechend. Dagegen wurde eine Studie in China abgebrochen. Gilead weist aber Berichte zurück, wonach das Mittel ein Flop gewesen sei. Die Hoffnung auf einen erfolgreichen Einsatz des Mittels im Kampf gegen das Virus beflügelte den Aktienkurs der Biotech-Firma. Die Aktie von Gilead sprang seit Ende Januar deutlich nach oben.

<strong>Bayer und Chloroquin</strong><br/>Hoffnungsträger oder nicht? US-Präsident Donald Trump wirbt für den Einsatz eines Malaria-Medikaments aus dem Hause Bayer bei der Behandlung von Corona-Erkrankten. Der Wirkstoff Chloroquin des Bayer-Malariamittels Resochin könne in Kombination mit dem Antibiotikum Azithromycin "einer der größten Durchbrüche der Geschichte der Medizin sein", behauptet Trump. <br/>Indien empfiehlt den Ärzten Chloroquin gegen Covid-19. Und der bekannte französische Mediziner Eric Raoult glaubt, dass sich das Malaria-Mittel bei der Behandlung von Corona-Patienten bewährt habe. Kritiker warnten jedoch, dass der Einsatz eines Medikaments für einen neuen Zweck nie ohne Risiken sei.<br/>In China und Italien sind sehr viele Covid-19-Patienten mit Chloroquin behandelt worden. Unklar sei aber, ob mit Erfolg, da die Erkrankten Chloroquin teils in sehr hoher Dosierung und gemeinsam mit vielen weiteren Medikamenten bekommen hätten. <br/><br/>Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht "erste Hinweise", dass es bei der Bekämpfung medizinisch schwerer Corona-Erkrankungsverläufe "zu helfen scheine". Der Bund hat beim Pharmakonzern Bayer bereits "größere Mengen" reserviert. <br/>Bayer hatte den Resochin-Vertrieb im Juli 2019 eingestellt. Nun wollen die Leverkusener die Produktion des Malaria-Mittels in Europa wieder hochfahren. Bisher wurde Chloroquin nur in Pakistan hergestellt.<br/><br/><em>Mehr zum Thema: </em><a href="" externalId="3731917d-79ae-4553-b3cf-ff23208aa6cf"><em>Impfstoffe, die Leben retten</em></a>: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 3 Monate

Bayer und Chloroquin
Hoffnungsträger oder nicht? US-Präsident Donald Trump wirbt für den Einsatz eines Malaria-Medikaments aus dem Hause Bayer bei der Behandlung von Corona-Erkrankten. Der Wirkstoff Chloroquin des Bayer-Malariamittels Resochin könne in Kombination mit dem Antibiotikum Azithromycin "einer der größten Durchbrüche der Geschichte der Medizin sein", behauptet Trump.
Indien empfiehlt den Ärzten Chloroquin gegen Covid-19. Und der bekannte französische Mediziner Eric Raoult glaubt, dass sich das Malaria-Mittel bei der Behandlung von Corona-Patienten bewährt habe. Kritiker warnten jedoch, dass der Einsatz eines Medikaments für einen neuen Zweck nie ohne Risiken sei.
In China und Italien sind sehr viele Covid-19-Patienten mit Chloroquin behandelt worden. Unklar sei aber, ob mit Erfolg, da die Erkrankten Chloroquin teils in sehr hoher Dosierung und gemeinsam mit vielen weiteren Medikamenten bekommen hätten.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht "erste Hinweise", dass es bei der Bekämpfung medizinisch schwerer Corona-Erkrankungsverläufe "zu helfen scheine". Der Bund hat beim Pharmakonzern Bayer bereits "größere Mengen" reserviert.
Bayer hatte den Resochin-Vertrieb im Juli 2019 eingestellt. Nun wollen die Leverkusener die Produktion des Malaria-Mittels in Europa wieder hochfahren. Bisher wurde Chloroquin nur in Pakistan hergestellt.

Mehr zum Thema: Impfstoffe, die Leben retten

Schriftzug der Firma Novartis vor der Unternehmenszentrale in Basel

Novartis
Der Schweizer Pharmakonzern Novartis vertreibt ebenfalls ein Malaria-Mittel mit dem verwandten Wirkstoff Hydroxychloroquin. Vor kurzem erteilte die US-Behörde FDA die Genehmigung, das Mittel an Coronavirus-Patienten in den USA testen zu lassen.

Zudem setzt Novartis auf sein Medikament Jakavi Es gebe Hinweise, dass Jakavi gegen lebensbedrohliche Überreaktionen des Immunsystems bei Covid-19-Patienten wirksam sei. Das könnte einigen Patienten eine künstliche Beatmung ersparen. Zusammen mit der US-Firma Incyte plant Novartis eine Phase III-Studie.

Roche-Schriftzug an der Unternehmenszentrale in Basel

Roche
Roche verfügt über ein Medikament, das zumindest bei schweren Verläufen der Lungenkrankheit helfen könnte. Das Rheuma-Mittel Actemra (Tocilizumab) wird jedenfalls in China bei schweren Fällen zur Linderung von Entzündungen eingesetzt - ohne dass die Wirksamkeit bislang klinisch erwiesen wäre. Im Frühsommer werden die Ergebnisse einer klinischen Studie mit Actemra vorgelegt. Chinesische Ärzte berichteten bereits von ersten Erfolgen: Laut dem Fachmagazin "Proceedings of the National Academy of Sciences" verschwand bei mehreren Covid-19-Patienten das Fieber einen Tag, nachdem Actemra verabreicht worden war.

Der Schweizer Pharmariese bekam kürzlich in den USA eine Notfall-Zulassung für einen hochautomatisierten Corona-Test. Damit konnen innerhalb von 24 Stunden bis zu 4.000 Proben untersucht werden. Auch in Deutschland ist der Antikörper-Test Elecsys Anti-Sars-CoV-2 von Roche verfügbar. Im Mai sollen drei Millionen Tests an Gesundheitseinrichtungen ausgeliefert werden, in den Folgemonaten sogar jeweils fünf Millionen.

<strong>AbbVie</strong><br/>Chinesische Medizinzentren testen Lopinavir und Ritonavir, die der US-Pharmariese AbbVie unter dem Namen Kaletra als Aidsmedikament vertreibt. Die Aktie zog seit Ende Januar massiv an, gab dann aber einen Teil der Gewinne wieder ab.: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 3 Monate

AbbVie
Chinesische Medizinzentren testen Lopinavir und Ritonavir, die der US-Pharmariese AbbVie unter dem Namen Kaletra als Aidsmedikament vertreibt. Die Aktie zog seit Ende Januar massiv an, gab dann aber einen Teil der Gewinne wieder ab.

<strong>Regeneron Pharma</strong><br/>Auch Regeneron gilt als Hoffnungsträger im Kampf gegen Covid-19. Die Aktien haben seit Ende Januar fast 70 Prozent gewonnen. Das US-Biotechunternehmen hat gemeinsam mit dem französischen Pharmakonzern Sanofi angekündigt, dass ihr Immunmodulator Sarilumab an Covid-19-Patienten in mehreren Ländern erprobt werden soll, darunter Italien, Spanien und Deutschland. Der Wirkstoff ist ein Antikörper, der eigentlich für die Behandlung rheumatoider Arthritis eingesetzt wird. Bei Covid-19-Patienten soll er Entzündungsreaktionen in der Lunge hemmen: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 3 Monate

Regeneron Pharma
Auch Regeneron gilt als Hoffnungsträger im Kampf gegen Covid-19. Die Aktien haben seit Ende Januar fast 70 Prozent gewonnen. Das US-Biotechunternehmen hat gemeinsam mit dem französischen Pharmakonzern Sanofi angekündigt, dass ihr Immunmodulator Sarilumab an Covid-19-Patienten in mehreren Ländern erprobt werden soll, darunter Italien, Spanien und Deutschland. Der Wirkstoff ist ein Antikörper, der eigentlich für die Behandlung rheumatoider Arthritis eingesetzt wird. Bei Covid-19-Patienten soll er Entzündungsreaktionen in der Lunge hemmen

<strong>Fujifilm Holdings</strong><br/>Zeitweise heiß begehrt waren die Aktien der japanischen Fujifilm Holdings. Grund für den Andrang: Das Anti-Grippe-Medikament Avigan scheine Coronavirus-Patienten bei der Genesung zu helfen, sagte Zhang Xinmin, ein Vertreter des chinesischen Wissenschafts- und Technologieministeriums, auf einer Pressekonferenz. Favipiravir habe Coronavirus-Patienten wirksam und ohne offensichtliche Nebenwirkungen bei der Genesung unterstützt. Avigan, auch bekannt als Favipiravir, wird von einer Tochtergesellschaft von Fujifilm hergestellt. Das Medikament wurde 2014 für die Anwendung in Japan zugelassen.: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 3 Monate

Fujifilm Holdings
Zeitweise heiß begehrt waren die Aktien der japanischen Fujifilm Holdings. Grund für den Andrang: Das Anti-Grippe-Medikament Avigan scheine Coronavirus-Patienten bei der Genesung zu helfen, sagte Zhang Xinmin, ein Vertreter des chinesischen Wissenschafts- und Technologieministeriums, auf einer Pressekonferenz. Favipiravir habe Coronavirus-Patienten wirksam und ohne offensichtliche Nebenwirkungen bei der Genesung unterstützt. Avigan, auch bekannt als Favipiravir, wird von einer Tochtergesellschaft von Fujifilm hergestellt. Das Medikament wurde 2014 für die Anwendung in Japan zugelassen.

<strong>Ono Pharmaceuticals</strong><br/>Das vom japanischen Pharmakonzern Ono entwickelte Mittel Camostat dient für die Behandlung von Bauchspeicheldrüsen-Entzündungen. Das bisher nur in Japan zugelassene Mittel könnte das Eindringen des neuartigen Coronavirus in Zellen hemmen. Forscher des Deutschen Primatenzentrums in Göttingen und der Berliner Charité fanden dies heraus. Die Aktien von Ono sprangen seit Mitte März nach oben und erreichten wieder das Niveau von Anfang des Jahres. : Kursverlauf am Börsenplatz Stuttgart für den Zeitraum 6 Monate

Ono Pharmaceuticals
Das vom japanischen Pharmakonzern Ono entwickelte Mittel Camostat dient für die Behandlung von Bauchspeicheldrüsen-Entzündungen. Das bisher nur in Japan zugelassene Mittel könnte das Eindringen des neuartigen Coronavirus in Zellen hemmen. Forscher des Deutschen Primatenzentrums in Göttingen und der Berliner Charité fanden dies heraus. Die Aktien von Ono sprangen seit Mitte März nach oben und erreichten wieder das Niveau von Anfang des Jahres.

<strong>Heidelberg Pharma</strong><br/>Das Pharma-Unternehmen ist eigentlich in der Krebsforschung aktiv. Allerdings sucht der israelische Kooperationspartner Red Hill Biopharma mit einem von Heidelberg Pharma lizenzierten Wirkstoff ein Medikament gegen Covid-19. Seit Anfang des Jahres hat sich die Aktie des deutschen Biotech-Konzerns verdoppelt. Zeitweise gab es irre Kurssprünge.: Kursverlauf am Börsenplatz Tradegate für den Zeitraum 3 Monate

Heidelberg Pharma
Das Pharma-Unternehmen ist eigentlich in der Krebsforschung aktiv. Allerdings sucht der israelische Kooperationspartner Red Hill Biopharma mit einem von Heidelberg Pharma lizenzierten Wirkstoff ein Medikament gegen Covid-19. Seit Anfang des Jahres hat sich die Aktie des deutschen Biotech-Konzerns verdoppelt. Zeitweise gab es irre Kurssprünge.

<strong>Shop Apotheke</strong><br/>Angesichts der Angst vor dem Coronavirus decken sich viele Menschen vorsorglich zunehmend mit Anti-Grippe-Medikamenten und Hilfsmitteln für das Immunsystem ein. Davon profitieren Online-Apotheken wie die Shop-Apotheke. Das Unternehmen berichtet von einer rasanten Nachfrage. "Wir arbeiten inzwischen im 3-Schicht-Betrieb sieben Tage die Woche und damit am Limit", erklärte Konzernchef Stefan Feltens. Der Boom sorge dafür, dass im ersten Quartal die Umsatzentwicklung über den internen Planungen liege.: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 3 Monate

Shop Apotheke
Angesichts der Angst vor dem Coronavirus decken sich viele Menschen vorsorglich zunehmend mit Anti-Grippe-Medikamenten und Hilfsmitteln für das Immunsystem ein. Davon profitieren Online-Apotheken wie die Shop-Apotheke. Das Unternehmen berichtet von einer rasanten Nachfrage. "Wir arbeiten inzwischen im 3-Schicht-Betrieb sieben Tage die Woche und damit am Limit", erklärte Konzernchef Stefan Feltens. Der Boom sorge dafür, dass im ersten Quartal die Umsatzentwicklung über den internen Planungen liege.