Medikamente auf einem Löffel

DSM & Co gut ausgelastet Corona treibt die Nachfrage nach Vitaminen

Stand: 20.11.2020, 11:33 Uhr

Gerade in Corona-Zeiten ist ein gutes Immunsystem wichtig. Um nicht an Covid-19 zu erkranken, greifen viele Menschen zu Vitaminen und Nahrungsergänzungsmitteln. Davon profitieren Hersteller wie DSM und Novozymes.

In den DSM-Werken im deutsch-schweizerisch-französischen Dreiländereck läuft die Produktion derzeit auf Hochtouren. Corona hat das Geschäft mit Vitaminen weiter angeheizt. Der Weltmarktführer von Vitaminen und Omega-Fettsäuren rechnet mit einem Rekordergebnis in diesem Jahr. Das sagte Christoph Goppelsroeder, Chef der Nutrition-Sparte von DSM, gegenüber der "Neuen Zürcher Zeitung". Bereits in den vergangenen Jahren wuchs die Sparte um durchschnittlich sechs Prozent pro Jahr.

Mehr als fünf Prozent Wachstum bei DSM

DSM-Werk

DSM. | Bildquelle: Unternehmen

Die Analysten der UBS glauben, dass DSM Nutrition ihr Ziel eines Wachstums von fünf Prozent in diesem und im nächsten Jahr noch übertreffen wird. Denn Produkte zur Stärkung des Immunsystems dürften wegen Corona weiter stark gefragt sein.

Vor allem in den Wintermonaten ist der Bedarf nach Mitteln zur Immunabwehr hoch. Die Corona-Pandemie sorgt für zusätzliche Nachfrage. Viele Leute nähmen allgemein bei ihrer Ernährung zu wenig Omega-3-Fettsäuren, Vitamin C sowie Mineralien wie Zink und Selen zu sich, weiß DSM-Manager Goppelsroeder.

DSM Zentrale

DSM. | Bildquelle: Unternehmen

Vitaminschub auch für Novozymes und Symrise

In Supermärkten, Drogerieketten und Apotheken sowie im Onlinehandel kaufen Verbraucher derzeit verstärkt allerlei immunsystemstärkende Pullen und Pulver. Davon profitiert nicht nur Weltmarktführer DSM. Auch die dänischen Wettbewerber Novozymes und Chr. Hansen sowie Duft- und Aromenhersteller wie Givaudan und Symrise verzeichnen gute Geschäfte mit Vitaminen und Nahrungsergänzungsmitteln.

An der Börse haben DSM, Novozymes & Co bereits einen kräftigen Vitaminschub bekommen. Die Aktien von DSM zogen in diesem Jahr um gut 20 Prozent an. Auf Dreijahres-Sicht hat sich der Kurs mehr als verdoppelt. Die Papiere von Novozymes legten seit Jahresbeginn 15 Prozent zu. Die Titel des deutschen Aromenherstellers Symrise stiegen um rund 12 Prozent.

nb