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Batterieproduktion in Deutschland kommt voran Überblick

Europäischer Kommission (Berlaymont-Gebäude) in Brüssel.

Zweiter europäischer Batteriezellenverbund
Rund 30 Unternehmen aus neun europäischen Staaten haben gerade ein Arbeitsprogramm für einen europäischen Batterieverbund geschlossen. Dieses soll festlegen, welches Unternehmen welche Aufgaben übernimmt. „Deutschland und Europa müssen zukünftig auch selbst wettbewerbsfähige und umweltschonende Batteriezellen entwickeln und herstellen“, sagt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier.

Batterieproduktion in Deutschland kommt voran Überblick

Europäischer Kommission (Berlaymont-Gebäude) in Brüssel.

Zweiter europäischer Batteriezellenverbund
Rund 30 Unternehmen aus neun europäischen Staaten haben gerade ein Arbeitsprogramm für einen europäischen Batterieverbund geschlossen. Dieses soll festlegen, welches Unternehmen welche Aufgaben übernimmt. „Deutschland und Europa müssen zukünftig auch selbst wettbewerbsfähige und umweltschonende Batteriezellen entwickeln und herstellen“, sagt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier.

Vauxhall-, PSA-Groupe- und Opel-Logos

Deutsch-französisches Konsortium
Bereits im Frühjahr war über den Start des ersten europäischen Batteriezellenverbunds berichtet worden. Deutschland und Frankreich wollen in der Batterieherstellung zusammenarbeiten. Voraussichtlich ab 2022 soll die gemeinsame Produktion beginnen. An dem Projekt beteiligen sich der Rüsselsheimer Autobauer Opel, dessen französische Muttergesellschaft PSA und der französische Batterieproduzent Saft.

Northvolt

Northvolt und Volkswagen
Im Oktober 2016 von zwei ehemaligen Tesla-Managern gegründet, begann der schwedische Batterieproduzent im vergangenen Jahr mit dem Bau von drei Fabriken. Eine Forschungsanlage nördlich von Stockholm, eine Modulproduktion in Polen und eine Gigafactory in Nordschweden nach Tesla-Vorbild. Gerade ist bekannt geworden, dass Volkswagen und Northvolt künftig in einem 50/50 Joint-Venture zusammenarbeiten werden. Geplant ist der Bau einer gemeinsamen Fabrik zur Batterieproduktion im niedersächsischen Salzgitter. Die Produktion soll um den Jahreswechsel 2023/24 starten. Zu Beginn soll die Jahresleistung der Fabrik 16 Gigawattstunden betragen. Das entspräche 320.000 Autos mit einer 50-Kilowattstunden-Batterie.

Produktion bei CATL

CATL und Bosch
Die chinesische Contemporary Amperex Technology Co. Ltd. ist ein weltweit führender Hersteller und Entwickler von Lithium-Ionen-Akkus. Künftig wird das Unternehmen mit dem deutschen Automobilzulieferer Bosch kooperieren. CATL wird künftig 48-Volt-Batteriezellen herstellen. Im Juli vergangenen Jahres war bekannt geworden, dass CATL in Thüringen sein erstes Werk außerhalb Chinas errichten will. Das Werk soll eine automatisierte Produktion von Batterien leisten und eine Kapazität von 14 Gigawattstunden haben.

BMZ-Group

TerraE
Im Frühjahr 2017 erschien TerraE auf dem Batteriemarkt. TerraE ist der Zusammenschluss einiger deutscher Hersteller von Batteriesystemen. Das Konsortium plante den Bau einer „deutschen Gigafactory“ mit einer Jahreskapazität von 34 Gigawattstunden. Daraus wurde nichts. Die ehrgezeigen Pläne von TerraE standen im Herbst vergangenen Jahres vor dem Ende. Der deutsche Batteriespezialist BMZ übernahm TerraE. Wie es nun genau weitergeht und ob eine Batteriefabrik gebaut wird, ist unklar. Bis 2020 sollte in Deutschland die erste Zellenfertigung aufgebaut werden. BMZ ist nach eigenen Angaben bereit, für die erste Ausbaustufe von vier Gigawattstunden, rund 300 Millionen Euro zu investieren.

Tesvolt

Tesvolt
Die Firma Tesvolt aus Wittenberg hat sich auf die Herstellung von Batteriespeichern für Gewerbebetriebe spezialisiert. Tesvolt baut in der Lutherstadt ein großes Werk für Lithium-Ionen-Batteriespeicher. Das Unternehmen wurde erst vor fünf Jahren gegründet. Mit der Fertigstellung der neuen Produktionsanlage soll die Mitarbeiterzahl von heute 60 auf 100 bis 120 steigen.