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Neues Ranking Die gefährlichsten Banken der Welt

Stand: 21.11.2017, 16:28 Uhr

Sie sind die wichtigsten "Global Player" der Branche, bestens vernetzt und systemrelevant für das Weltfinanzsystem. Die Rede ist von einer Handvoll Banken, die zu den wichtigsten, aber auch gefährlichsten der Welt gehören. Ein deutsches Haus ist auch darunter.

Einmal im Jahr veröffentlicht das FSB, das Financial Stability Board mit Sitz in Basel, eine Liste der für das globale Finanzystem besonders systemrelevanten Banken. Der Zusammenbruch einer als systemrelevant eingestuften Geschäftsbank könnte die globale Wirtschaft insgesamt ins Wanken bringen.

Ein zentrales Kriterium ist dabei, wie stark die jeweiligen Institute global vernetzt sind. Dabei gilt: Je stärker die Banken vernetzt sind, desto problematischer wäre ein Ausfall einer solchen Bank für das weltweite Finanzsystem. Oder anders gesagt: Je relevanter die Bank, desto gefährlicher ist sie!

Die aktuelle Liste für 2017 umfasst die 30 gefährlichsten Banken der Welt in verschiedenen Kategorien. Nur eine Bank hat es in die oberste, die "gefährlichste", Kategorie geschafft: JP Morgan Chase. Nach Einschätzung des FSB ist keine Bank weltweit relevanter - und damit gefährlicher. Aber auch die Deutsche Bank ist auf einer der vordersten Plätze in der Liste zu finden.

Hier die Top 5 im Überblick:

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Die gefährlichsten Banken der Welt Die neue Einstufung

JPMorgan Chase: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 1 Jahr

JPMorgan Chase

Mit einem geforderten zusätzlichen Eigenkapitalpuffer beziehunsgweise einem Zuschlag auf die Risikopositionen von zusätzlichen 2,5 Prozent liegt die amerikanische Geschäftsbank JP Morgan Chase an der Spitze der systemrelevantesten und damit gefährlichsten Banken der Welt. Die höchste FSB-Kategorie fünf liegt übrigens bei einem EK-Aufschlag von 3,5 Prozent, ist aber derzeit nicht besetzt. Mehr zum Thema:

Unterscheidungsmerkmal der Kategorien ist, um welche Summe die Banken ihr Eigenkapital über die gültigen Anforderungen hinaus aufstocken müssen, um einen erhöhten Risikopuffer gegen eine Krise aufzubauen.

Aus der globalen Finanzkrise haben die 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer 2009 die Konsequenz gezogen und den FSB gegründet, das Financial Stability Board. Diese internationale Organisation ist in Basel bei der BIZ (Bank für internationalen Zahlungsausgleich) angesiedelt, die als Denkfabrik und Notenbank der Notenbanken gilt. Der FSB wird von der Bundesbank Stabilitätsrat genannt. Er hat die Aufgabe, das internationale Bankensystem zu überwachen, Empfehlungen abzugeben und eng mit den nationalen Aufsehern zusammen zu arbeiten.

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