Vor einer US-Flagge wirft eine männliche Hand einen Umschlag in eine Wahlurne

Schwieriger Jahresstart nicht unüblich US-Wahlen verheißen Kursgewinne

Stand: 15.01.2020, 15:30 Uhr

Ob es Donald Trump im November erneut schafft oder nicht: Der Zyklus der US-Präsidentschaftswahlen ist auch ein wichtiger Börsenzyklus, den Anleger nicht unterschätzen sollten. Denn in Wahljahren gibt es typischerweise ein klares Muster, dem der Dow folgt.

Normalerweise sind amerikanische Wahljahre an der Börse mit einem positiven Nimbus versehen. Laut dem US-Präsidentschaftszyklus – einer der wenigen gut funktionierenden Zyklen in der Finanzwelt – können Anleger in einem Wahljahr auf Kursgewinne hoffen.

In der zweiten Jahreshälfte geht's bergauf

Die folgende Grafik zeigt die durchschnittliche Bewegung des Dow Jones in den Wahljahren seit 1900. "Aktien haben zu Beginn der Wahljahre tendenziell Schwierigkeiten", schreibt Dimitri Speck von Seasonax in einer aktuellen Studie.

Dow Jones in Wahljahren seit 1900

Dow Jones in Wahljahren seit 1900. | Bildquelle: Seasonax, Grafik: boerse.ARD.de

Typischerweise befinde sich der Aktienmarkt in den ersten sechs Monaten eines Wahljahres in einer Seitwärtsbewegung oder sogar in einem leichten Abwärtstrend. Erst nach diesen ersten sechs Monaten "beginnt eine Rally, die Anfang November, wenn die Wahl stattfindet, einen zwischenzeitlichen Hochpunkt erreicht", analysiert Speck.

Konsequenzen für 2020

Dow Jones Ind.: Kursverlauf am Börsenplatz Citigroup für den Zeitraum 1 Monat
Kurs
29.339,15
Differenz relativ
+0,18%

Von einer Seitwärtsentwicklung oder gar einem Abwärtstrend ist dem Dow Jones im aktuellen Wahljahr bisher noch nichts anzumerken - allerdings ist das Jahr auch noch jung. Und Startschwierigkeiten muss es auch nicht zwingend geben, sie sind nur nicht außergewöhnlich, bekräftigt Speck. "Der durchschnittliche Seitwärtstrend im ersten Halbjahr zeigt, dass sich die (Aktien-)Preise in manchen Jahren verteuert haben und in anderen Jahren gesunken sind."

ms

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Apple
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