1/8

Depotmanagement in Schaukelbörsen Überblick

Intervall für den Depotcheck
Langfristanleger haben es einfacher - eigentlich. Viele private Investoren können es trotzdem nicht lassen, und schauen beinahe täglich auf ihren Depotstand. Das bedeutet Stress. Leichter sind die oft sinnfreien Schwankungen an den Aktienmärkten und den Einzeltiteln zu ertragen, wenn man in klar definierten Abständen einen Check macht. Wie wäre es wöchentlich - oder sogar nur einmal im Monat?

Depotmanagement in Schaukelbörsen Überblick

Intervall für den Depotcheck
Langfristanleger haben es einfacher - eigentlich. Viele private Investoren können es trotzdem nicht lassen, und schauen beinahe täglich auf ihren Depotstand. Das bedeutet Stress. Leichter sind die oft sinnfreien Schwankungen an den Aktienmärkten und den Einzeltiteln zu ertragen, wenn man in klar definierten Abständen einen Check macht. Wie wäre es wöchentlich - oder sogar nur einmal im Monat?

Marktbericht neutral

Cost-Average-Effect
Kursrückgänge können mit dem richtigen Ansatz - auch unter psychologischen Gesichtspunkten - ihren Schrecken verlieren. Wer nämlich Stück für Stück denselben Betrag in den Aktienmarkt steckt, kauft in Schwächephasen eben mehr Aktien oder Fondsanteile als in Boomphasen. Dieser Cost-Average-Effekt "glättet" den Einstiegspreis über einen längeren Zeitraum. Und er sorgt für eine gewisse Entspannung bei der Geldanlage.

Sparplan
Regelmäßiges Investieren läuft am besten vollautomatisch in Form eines Sparplans ab. Den bieten fast alle Banken und Broker auf Aktien oder auch Fondsanteile an. Die vorgesehenen Euros werden dann etwa allmonatlich vom Konto abgebucht und in Wertpapiere transferiert. Fürs Gemüt durchaus sehr verträglich, weil die direkte Konfrontation mit dem aktuellen Börsenkurs oder Depotstand im Prinzip komplett vermieden werden kann.

Diversifikation
Wenn der Dax um zwei Prozent fällt, geht es dem Dow-Jones-Index oder dem japanischen Nikkei-Index vielleicht gar nicht so schlecht. Über den Tellerrand des eigenen Anlageuniversums hinausblicken und auch -investieren ist heute so leicht wie nie. Nicht nur ausländische Einzelaktien wandern per Mausklick ins Depot, sondern auch ganze weltweite Indizes, in Form von Indexfonds, ETFs. Und wer gleich weltweit diversifizieren und damit sein Risiko senken will, kann dies mit einem einzigen Produkt, etwa auf den Weltindex MSCI World, tun.

Geschäftsmann auf Hochseil über einer Stadt balancierend

Balance herstellen
Die Profis nennen es "Rebalancing", wenn zu einem bestimmten Zeitpunkt die Verteilung im Depot wieder auf Ausgangsniveau justiert wird. Das können auch prrivate Investoren tun und damit ihre Anlageziele weiter verfolgen. Wer zum Beispiel zu jeweils 50 Prozent auf Aktien und Anleihen setzen will, würde nach einem guten Aktienjahr bei seinen Rentenpapieren nachkaufen oder einen Teil seiner Aktiengewinne realisieren, um wieder den Ausgangsstand herzustellen.

Dividende

Dividendenstrategie
Anstatt Gewinne ab und zu zu realisieren, können Anleger einen altbewährten Mechanismus nutzen: Die Ausschüttung bei Fonds oder die Dividende bei Aktien im Depot schützt wirkungsvoll davor, kurzfristigen Kursbewegungen allzu viel Bedeutung beizumessen. Sorgen machen sollte man sich aber vielleicht dann, wenn die Beträge, die in die Kasse fließen, kleiner werden, weil ein Unternehmen womöglich weniger profitabel arbeitet.

Roter Stop Loss-Button auf einer Tastatur

Stop Loss
Wer Verluste über eine entsprechende Order für Fondsanteile oder Aktien im Depot eingerichtet hat, schützt sich recht wirkungsvoll vor allzu heftigen Verlusten am Aktienmarkt. Wie groß diese möglichen Verluste sein dürfte, sollte nach einer Überprüfung der eigenen Risikotoleranz festgelegt werden. Laufen die eigenen Papiere über längere Zeit in der richtigen Richtung, sollte dieses Level für den automatischen Ausstieg "nachgezogen" werden. Zum Teil bieten Broker auch "Trailing-Stop-Loss-Orders" an, die diesen Abstand zum aktuellen Kursniveau automatisch anpassen.

Die Funktionsweise eines Hebelzertifikates anhand einer Grafik

Aktiv absichern
Über "Short"-Instrumente wie Hebel-Zerfitikate, Optionsscheine oder auch Short-ETFs lassen sich Teile des Aktiendepots oder seine Gesamtheit komplett gegen Kursverluste absichern. Dieses Verfahren sollten allerdings nur Anleger wählen, die kurzfristiger orientiert sind oder ohnehin bald mit einem Verkauf größerer Aktienpositionen liebäugeln. Absicherung über solche Derivate erfordert Detailkenntnis der Instrumente und ein ständiges Beobachten des Marktes. Nicht unbedingt für ein geruhsames Anlegerdasein geeignet.

Mehr zum Thema: Bestehen in schwankenden Märkten