Xetra-Gold Bestand 2009

Gold knackt psychologisch wichtige Marke Eine wichtige Woche für Gold-Freunde

Stand: 28.01.2019, 14:27 Uhr

Erstmals seit Juni 2018 schaffte Gold am Freitag den Sprung über die Marke von 1.300 Dollar. Mal schauen, ob es sich da oben halten kann. Fachleute halten weitere Gewinne nicht für ausgeschlossen – wenn die Fed mitspielt.

Obwohl die Tendenz heute wieder leicht nach unten zeigt, halten sich die Notierungen noch immer knapp entlang der runden Marke. Die deutlichen Kursverluste des Dollar hatten die Goldpreise gestützt, sagten Händler. „Die Marke von 1.356 US-Dollar sollte das Ziel der laufenden Bewegung sein“, kommentiert Robert Rethfeld von „Wellenreiter-Invest“.

Dort befände sich der gleitende Durchschnitt der vergangenen acht Jahre. Dieser sei ein wichtiger Widerstand. „Fallende US-Renditen würden sowohl dem Goldpreis als auch dem Euro/Dollar helfen. Wir bleiben bei unserer bullishen Einschätzung für den Goldpreis“, so Rethfeld weiter.

Unsicherheiten, die Gold tendenziell interessant machen könnten, gibt es eigentlich genug. Neben dem Handelskonflikt zwischen China und den USA fallen einem noch die Furcht vor einer anhaltenden Konjunkturschwäche sowie das Thema Brexit ein.

Die Fed spielt eine wichtige Rolle

Die Analysten der Commerzbank sind der Ansicht, dass diese Woche für den Goldpreis noch ziemlich interessant werden könnte. Zum einen könnte die nächste Abstimmung über das Brexit-Abkommen am Dienstag den Kurs bewegen. Die Wahrscheinlichkeit sei hoch, dass das Abkommen wieder abgelehnt werde.

Ferner findet am Mittwoch die Leitzinsentscheidung der US-Notenbank Fed statt. „Unseres Erachtens wird sie wegen der größer gewordenen Konjunktursorgen die Zinsen nicht weiter erhöhen“, so die Fachleute der Coba. Tendenziell profitiert Gold von niedrigeren Zinsen.

„Während dies positiv für Gold sein sollte, könnte es am Freitag mit der Veröffentlichung eines robusten Arbeitsmarktberichtes in den USA wieder einen Dämpfer geben“, schreiben die Analysten. Im Schlepptau des Goldpreises zogen auch die Notierungen von Silber und Palladium an. Grundsätzlich sprechen derzeit auch saisonale Faktoren für einen Anstieg des Silberpreises.

ts