Palladium-Kristalle

Die Autobranche macht es möglich Palladium erreicht Rekordhoch

Stand: 03.01.2018, 13:01 Uhr

Palladium ist dank einer starken Nachfrage in der Automobilindustrie so wertvoll wie noch nie. Am Dienstag erreichte das Edelmetall ein Rekordhoch. Fachleute glauben, es könne noch weiter aufwärts gehen.

Bereits seit etwa zwei Jahren geht es mit dem Preis für Palladium tendenziell aufwärts. In diesem Zeitraum hat sich der Wert des Edelmetalls mehr als verdoppelt. Am Dienstagabend erreichte die Notierung schließlich ein Rekordhoch bei 1.098,56 US-Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). Am Mittwoch gab der Preis etwas nach und die Feinunze kostete am Mittag 1.085,16 Dollar. Im vergangenen Jahr verteuerte sich Palladium um 57 Prozent.  

Edelmetall der Stunde

Das Aufwärtspotenzial bei Palladium sei noch längst nicht ausgeschöpft und der Anstieg der vergangenen Tage untermauert die derzeitige Stärke der Käuferseite, schreiben die Fachleute von BNP Paribas heute in einer charttechnischen Analyse. "Oberhalb von 1.090 Dollar kann der Wert damit direkt bis zum Etappenziel bei 1.115 Dollar klettern."

"Palladium ist das Edelmetall der Stunde", hieß es in einer aktuellen Analyse der Commerzbank. Hier gab es die beste Preisentwicklung unter allen Rohstoffen, die von den Commerzbank-Experten beobachtet werden. Preistreiber ist ein zu geringes Angebot auf dem Weltmarkt. Palladium wird hauptsächlich in der Autoindustrie eingesetzt, in Abgaskatalysatoren für Ottomotoren. Es hatte dort das teure Platin ersetzt.

Der schwache Dollar hilft

Katalysatoren

Katalysatoren. | Quelle: picture-alliance/dpa

Nach Einschätzung der Commerzbank-Experten hat unter anderem der Diesel-Abgasskandal zum Höhenflug des Palladiumpreises beigetragen. Zuletzt ist die Nachfrage nach Ottomotoren, die mit Benzin angetrieben werden und Katalysatoren benötigen, deutlich gestiegen. Fachleute gehen davon aus, dass etwa 80 Prozent der weltweiten Palladium-Nachfrage von diesem Motorentyp generiert wird.        

Ein weiterer Preistreiber ist Kursrückgang beim US-Dollar, der für steigende Preise bei Edelmetallen sorgt. Der schwächere Dollar macht diese in Ländern außerhalb des Dollarraums günstiger, was wiederum die Nachfrage ankurbelt.

ts