Opec-Flagge während eines Treffens in Wien

Opec+-Konferenz auf 9. April verschoben

Stand: 05.04.2020, 12:28 Uhr

Die Minister der Opec+-Länder wollen nach Angaben der ölreichen Südkaukasusrepublik Aserbaidschan nun doch erst am kommenden Donnerstag (9.April) über die Drosselung der Ölförderung beraten. Die zunächst für Montag angesetzte Videokonferenz werde um drei Tage verschoben, erklärte das Energieministerium in Baku am Samstag der russischen Agentur Interfax zufolge.
Bei der Videoschalte soll die Frage einer Produktionskürzung zum Abbau der chronischen Überversorgung am Ölmarkt diskutiert werden.

In den vergangenen Wochen hatten die Corona-Krise und ein Preiskrieg zwischen Saudi-Arabien und Russland die Ölpreise auf Talfahrt geschickt. Kremlchef Wladimir Putin hat inzwischen die Bereitschaft für Verhandlungen betont. Er könnte sich eine Reduzierung des Fördervolumens von etwa zehn Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag vorstellen, sagte er am Freitag. Vertreten sind in der Opec+ die Länder des Opec-Kartells sowie weitere große Förderländer wie Russland.