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Batterie-Metalle im Fokus Der Aufstieg des Elektroautos

Nickel-Mine Ravensthorpe von BHP Billiton

Nickel
Der schwer zu fördernde Rohstoff erfreut sich erhöhter Nachfrage aufgrund des Wandels in der Automobilbranche. In den vergangenen Monaten ist der Preis von Nickel um rund 40 Prozent gestiegen und erreichte ein Fünf-Jahres-Hoch.
Eine Studie von WisdomTree legt nahe, dass die Nachfrage nach Nickel auch in Zukunft steigen wird. Denn die Batterietechnologie könnte sich so entwickeln, dass der Nickel-Anteil in den Akkus höher wird. Prognosen von Wood Mackenzie deuten darauf hin, dass der Nickelmarkt von 2,3 Millionen Tonnen auf 4,0 Millionen Tonnen bis 2040 anwachsen könnte.

Batterie-Metalle im Fokus Der Aufstieg des Elektroautos

Nickel-Mine Ravensthorpe von BHP Billiton

Nickel
Der schwer zu fördernde Rohstoff erfreut sich erhöhter Nachfrage aufgrund des Wandels in der Automobilbranche. In den vergangenen Monaten ist der Preis von Nickel um rund 40 Prozent gestiegen und erreichte ein Fünf-Jahres-Hoch.
Eine Studie von WisdomTree legt nahe, dass die Nachfrage nach Nickel auch in Zukunft steigen wird. Denn die Batterietechnologie könnte sich so entwickeln, dass der Nickel-Anteil in den Akkus höher wird. Prognosen von Wood Mackenzie deuten darauf hin, dass der Nickelmarkt von 2,3 Millionen Tonnen auf 4,0 Millionen Tonnen bis 2040 anwachsen könnte.

Flüssiges Kupfer

Kupfer
Kupfer wird oft vergessen, wenn es um den Rohstoffbedarf für Elektroautos geht. Dabei ist Kupfer ein wichtiger Bestandteil des Akkus und die Nachfrage sehr hoch. Während für ein herkömmliches Auto mit Verbrennungsmotor 23 Kilogramm Kupfer benötigt werden, sind in einem Elektroauto rund 80 Kilogramm Kupfer verbaut. Auch für die Ladestationen werden Hunderttausende Tonnen des Edelmetalls benötigt. Durch eine Nachfragekrise 2016 und 2017 wurde die Kupferproduktion heruntergefahren, jetzt ist das Angebot gering und die Preise hoch.

Salar de Uyuni, in Bolivien - größtes Lithium-Feld der Welt

Lithium
Lithium ist das kleinste und leichteste Metall-Atom und eignet sich daher besonders gut für den Einsatz in Batterien. Für die Verwendung in einem Elektroauto ist aber eine große Menge an Lithium notwendig. Der Abbau und die Erschließung von tiefliegenden Solen ist aufwändig und kostenintensiv. Zuletzt sind die Preise für Lithium trotz weiterhin hoher Nachfrage allerdings stark gefallen. Das könnte daran liegen, dass nach der Preis-Explosion in 2016 und 2017 immer mehr neue Explorationsprojekte gestartet sind.
Zahlreiche etablierte Anbieter von Lithium gaben danach bekannt, ihre Produktion weiter auszubauen. Viele Marktexperten sind aber davon überzeugt, dass der Preis des Metalls auf lange Sicht wieder steigen wird. Der Branchendienst Benchmark Minerals spricht von einem Preis-Paradoxon. Anstatt von Fundamentaldaten beeinflussten kurzfristige Preistrends die Investorenstimmung.

Kobalt-Mine in Luswishi im Kongo

Kobalt
Auch wenn versucht wird, den Anteil in den Akkus für E-Autos herunterzuschrauben, wird Kobalt nicht sofort komplett unverzichtbar sein. Nach einem Preis-Hoch in 2018 mit mehr als 90.000 Dollar pro Tonne ist der Preis deutlich gefallen und liegt aktuell bei etwa 37.000 Dollar pro Tonne. Ein typisches Bild im Rohstoff-Markt. Hohe Preise führen zu einem steigenden Angebot und fördern gleichzeitig die Substitution.

Die Förderung von Kobalt ist höchst umstritten. Gut 60 Prozent der Vorkommen befinden sich im Kongo. Dort sollen zum Teil Kinder unter widrigsten Bedingungen in den Kobaltminen arbeiten.

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