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Investieren in Silber – gewusst wie Die Chancen und Risiken

Silberbarren

Silberbarren
Die klassische und direkteste Art, in das weiße Edelmetall zu investieren, ist der Kauf von physischem Silber - entweder in Form von Münzen oder Barren. Für beide Varianten spricht die Befreiung von der Abgeltungssteuer: Anleger, die Silbermünzen oder -barren mindestens zwölf Monate gehalten haben und anschließend mit Gewinn verkaufen, müssen diesen nicht versteuern. Werden die Münzen und Barren innerhalb dieser Spekulationsfrist mit Gewinn veräußert, unterliegt dieser Gewinn der persönlichen Einkommenssteuer. Für die Investition in Silberbarren fallen 19 Prozent Mehrwertsteuer an.

Allerdings sollten Anleger bedenken, dass noch etwaige Depotkosten dazu kommen, es sei denn man möchte die Barren zuhause stapeln - was nicht empfehlenswert ist. Zudem gilt wie für Gold auch: Silber wirft keine Zinsen ab, man wettet also ausschließlich auf den Preis. Außerdem ist der Silberpreis volatiler als beispielsweise die Goldnotierungen. Das hängt zumindest zum Teil damit zusammen, dass Silber auch in der Industrie verwendet wird und deshalb auch eine gewisse Abhängigkeit von der Konjunktur besteht.

Investieren in Silber – gewusst wie Die Chancen und Risiken

Silberbarren

Silberbarren
Die klassische und direkteste Art, in das weiße Edelmetall zu investieren, ist der Kauf von physischem Silber - entweder in Form von Münzen oder Barren. Für beide Varianten spricht die Befreiung von der Abgeltungssteuer: Anleger, die Silbermünzen oder -barren mindestens zwölf Monate gehalten haben und anschließend mit Gewinn verkaufen, müssen diesen nicht versteuern. Werden die Münzen und Barren innerhalb dieser Spekulationsfrist mit Gewinn veräußert, unterliegt dieser Gewinn der persönlichen Einkommenssteuer. Für die Investition in Silberbarren fallen 19 Prozent Mehrwertsteuer an.

Allerdings sollten Anleger bedenken, dass noch etwaige Depotkosten dazu kommen, es sei denn man möchte die Barren zuhause stapeln - was nicht empfehlenswert ist. Zudem gilt wie für Gold auch: Silber wirft keine Zinsen ab, man wettet also ausschließlich auf den Preis. Außerdem ist der Silberpreis volatiler als beispielsweise die Goldnotierungen. Das hängt zumindest zum Teil damit zusammen, dass Silber auch in der Industrie verwendet wird und deshalb auch eine gewisse Abhängigkeit von der Konjunktur besteht.

Silbermünze 1 Unze Kanadische Maple Leaf

Silbermünzen
Eine Anlagealternative zu Silberbarren sind Silbermünzen wie der kanadische Maple Leaf, der australische Koala oder Kookaburra oder auch die österreichische Wiener Philharmoniker. Silbermünzen-Käufer waren lange Zeit Nutznießer eines Steuerprivilegs und zahlten nur 7 Prozent Mehrwertsteuer. Noch. Seit Januar 2014 hat sich das geändert, nun werden die vollen 19 Prozent Mehrwertsteuer fällig.

Eine komplexe Frage ist es, ob Privatanleger Münzen oder Barren bevorzugen sollten. Grundsätzlich erhält man bei Barren wegen geringerer Herstellungskosten mehr Silberanteil für sein Geld. Es lohnt sich aber ein genauer Blick auf die An- und Verkaufspreise, die sich bei Barren und Münzen unterschiedlich auswirken können. Ohnehin sollten Anleger diese Preisdifferenz nicht vergessen.

Schweizer Fahnen in Zürich

Zollfreilager
Anleger können Silbermünzen und -barren auch via Zollfreilager, etwa in der Schweiz oder Hongkong, handeln. So lange das Silber nicht physisch entnommen wird, fällt keine Mehrwertsteuer an. Der Nachteil von Zollfreilagern sind freilich die damit einhergehenden Kosten der Lagerung. Experten sind sich uneins, ab welcher Kaufsumme sich die Sache rentiert: Die einen sprechen von einer Anlagesumme ab 15.000 Euro, andere siedeln die Grenze erst bei 50.000 Euro an.

Ein Mann stapelt silberne Münzen

ETFs
Auch mittels eines Silber-ETF kann man an der Preisentwicklung von Silber profitieren - oder eben nicht. Die Transaktionskosten sind deutlich geringer als bei Münzen oder Barren, Geld- und Briefkurs sind nicht ganz so weit geöffnet. Zudem zahlen Barren- oder Münzenkäufer wegen der Herstellung in der Regel einen Aufschlag auf den Börsenpreis von 15 bis 19 Prozent.

Klarer Nachteil von Silber-ETFs: Hier fällt in jedem Fall die Abgeltungssteuer an – bei Münzen oder Barren sind Gewinne wie gesagt nach einem Jahr Haltedauer abgeltungssteuerfrei. Größter Silber-ETF ist der iShares Silver Trust (SLV) – ein Gigant, vergleichbar mit dem SPDR Gold Trust.

Zertifikate/ETCs
Viele Banken bieten ihren Kunden zudem gehebelte Zertifikate auf den Silberpreis an. Diese sind jedoch eher für spekulativere Anlegertypen mit einer größeren Risikobereitschaft geeignet. Auch so genannte Exchange Traded Commodities (ETCs) auf den Silberpreis gibt es zuhauf. Anleger sollten hier jedoch das Emittentenrisiko beachten: Die Ansprüche der Gläubiger aus den Schuldverschreibungen sind nämlich grundsätzlich nicht besichert. Das ist ein deutlicher Nachteil im Vergleich zu Indexfonds (ETFs): Diese zählen zum Sondervermögen des Emittenten und sind somit im Insolvenzfall geschützt.

Silbermine/Minenbetreiber
Wer sich für Silber interessiert kann, sich natürlich auch mit Aktien von Minenbetreibern eindecken. Aber das ist besonders riskant, weil es für Privatanleger schwer einzuschätzen sein dürfte, wie produktiv einzelne Minen bewirtschaftet werden. Die Aktienkurse der großen Minenkonzerne wie beispielsweise BHP oder Glencore dürften hingegen nur bedingt von Preisveränderungen des Silbers betroffen sein, weil sie über ein riesiges Portfolio von Rohstoffen verfügen.