Opec-Flagge während eines Treffens in Wien

Insider: Opec+ einigt sich auf Förderkürzung

Stand: 09.04.2020, 19:47 Uhr

Die in dem Verbund Opec+ vereinigten Ölförderländer haben sich Kreisen zufolge im Grundsatz auf eine große Förderkürzung geeinigt. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag aus Insiderkreisen berichtete, soll es sich um eine Kürzung der Tagesproduktion um zehn Millionen Barrel (je 159 Liter) handeln. Dies entspräche etwa zehn Prozent des aktuellen weltweiten Angebots. Die Kürzung solle zwei Monate Bestand haben, danach solle sie niedriger ausfallen.

Darüber hinaus wolle die Opec+, zu der sowohl die Opec-Staaten unter Führung Saudi-Arabiens gehören als auch weitere Ölriesen wie Russland, andere Ölnationen mit ins Boot holen. Die am Freitag per Videokonferenz tagenden G20-Länder, die größten zwanzig Volkswirtschaften der Welt, sollten sich zu zusätzlichen Kürzungen von bis zu fünf Millionen Barrel je Tag verpflichten, berichtete Bloomberg weiter. Ob diese Forderung eine Bedingung für die Kürzung der Opec+ sei, sei zuletzt unklar gewesen. Die Ölpreise fallen zurück.

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