Krügerrand Silber

Nachholbedarf Hebt der Silberpreis bald ab?

Stand: 18.01.2019, 14:10 Uhr

Gold hat sich im laufenden Jahr bereits deutlich verteuert. Silber hängt noch hinterher. Doch das könnte sich schon bald ändern, sagt ein Experte.

Dabei verweist der Marktanalytiker Dimitri Speck, Chef der Analyse-Plattform "Seasonax", auch auf das Preisverhältnis zwischen Gold und Silber. Das liegt derzeit bei rund 83 und damit im historischen Vergleich sehr hoch.

Gold in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
Kurs
1.321,41
Differenz relativ
+0,68%

Speck hält es für wahrscheinlich, dass sich der Silberpreis, der pro Feinunze (31,1 Gramm) notiert ist, nun überdurchschnittlich entwickeln könnte.

Von Januar bis Anfang April spielt die Musik

Zudem verweist Speck auf den jahreszeitlichen Verlauf des Silberpreises. Der Chart zeigt illustriert die durchschnittliche Preisentwicklung von Silber in den vergangenen 15 Jahren. Besonders zum Jahresbeginn kennt der Silberpreis oft kein Halten mehr. Dabei hält die sehr positive Preisentwicklung tendenziell bis zum neunten April an, um dann bis Ende Juni ins Negative umzuschlagen. Im verbleibenden Jahresverlauf läuft der Silberpreis dann tendenziell unter Schwankungen seitwärts.

Silber saisonal

Silber saisonal. | Bildquelle: Seasonax, Grafik: boerse.ARD.de

In den vergangenen 15 Jahren konnte man insgesamt elf Mal Gewinne in dem genannten gut dreimonatigen Zeitraum verbuchen. Der durchschnittliche Gewinn lag bei 16,01 Prozent. In den vier Verlustjahren sank der Silberpreis um durchschnittlich 5,49 Prozent. Selbst im schwächsten Jahr 2013 sank der Silberpreis "nur" um 10,81 Prozent.

Speck erklärt diesen Effekt mit der Eigenschaft von Silber als Industriemetall. Laut dem Experten geben zum Jahresbeginn viele der Industriekunden aus branchenspezifischen Geflogenheiten ihre Silber-Bestellungen ab. Das treibt früh im Jahr den Silberpreis. Zudem würden laut Speck bestimmte Silber-Positionen zum Jahresende auch buchhalterischen Gründen abgebaut.

Das irrationale Verhalten dieser Marktteilnehmer kann man sich offenbar in einer Mehrzahl der Jahre zu Nutze machen. Eine Garantie, dass das auch in 2019 klappen wird, gibt es allerdings nicht.

ME