Gestapelte Goldbarren

Auch in Euro gerechnet Goldpreis steigt auf Jahreshoch

Stand: 14.06.2019, 14:24 Uhr

Am Rohstoffmarkt setzt sich der Aufschwung des Goldpreises immer weiter fort. Nun kostet das Edelmetall so viel wie schon längerer Zeit nicht mehr.

Zeitweise wurden für eine Feinunze (31,1 Gramm) bis zu 1.358 US-Dollar bezahlt. Das ist der höchste Stand seit April 2018. Nun wird es entscheidend auf den charttechnischen Widerstand im Bereich von 1.375 Dollar ankommen. Sollte dieser überwunden werden können, wäre die seit Mitte 2016 anhaltende Seitwärtsbewegung wohl beendet. Gold könnte sich dann in schon lange nicht mehr gesehenen Preisregionen tummeln.

Gold in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
Kurs
1.516,74
Differenz relativ
+1,14%

Auch in Euro gerechnet erreichte Gold ein neues Jahreshoch - und noch viel mehr. Hier wurde sogar der höchste Stand seit April 2017 erreicht.

Gold in Euro: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
Kurs
1.376,57
Differenz relativ
+1,37%

Die von Marktbeobachtern genannten Gründe sind vielfältig. So ist die Welt insgesamt unsicherer geworden. Das weltweite Wachstum ist dabei sich abzuschwächen, auch eine Rezession in einzelnen Regionen der Welt erscheint nicht mehr ganz ausgeschlossen. Dementsprechend haben die Schwankungen an den Aktienmärkten zugenommen.

Auch die politischen Risiken sind größer geworden, Stichwort Iran. Die von Donald Trump als Mittel der Politik vorangetriebenen Handelskonflikte haben die Unsicherheit ebenfalls erhöht.

Verlust mit dem Sparbuch

Hinzu kommen fallende Kapitalmarktzinsen, die den Zinsnachteil von Gold verringern. Das Edelmetall wirft im Gegensatz zu anderen als sicher empfundenen Anlagen wie festverzinslichen Wertpapieren keine regelmäßigen Erträge wie Zinsen ab. Fallen die Kapitalmarktzinsen, fällt dieser Nachteil weniger stark ins Gewicht.

Besonders deutlich wird das bei einem Blick auf den Realzins. Hier wird Verzinsung sicherer festverzinslicher Geldanlagen bei Bundesanleihen mit der Höhe der Inflation ins Verhältnis gesetzt. Erst heute fiel Rendite zehnjähriger Anleihen zeitweise auf ein Rekordtief von minus 0,273 Prozent. Sparbücher bringen gerade einmal null Prozent Zinsen. Dagegen kletterten die Verbraucherpreise in Deutschland im Mai um 1,4 Prozent. Sparbuch-Sparer verlieren damit jedes Jahr real rund eineinhalb Prozent ihres angelegten Kapitals.

ME

1/17

Goldige - und silbrige - Objekte der Begierde Gold- und Silbermünzen

Krügerrand Silber

Krügerrand Silber
Die südafrikanische Rand Refinery erhofft sich mit der neuen Silbermünze mit dem bekannten Krügerrand-Motiv einen erheblichen Anteil am Markt für Anlagemünzen. In den vergangenen Jahren konnte sich der Silberpreis auch nach einem heftigen Absturz stabilisieren.

Hier nun die beliebtesten Goldmünzen der Deutschen.