Fracking in Pennsylvania

Große Wachstumsmöglichkeiten beim Flüssiggas BP kauft US-Frackinggeschäft von BHP

Stand: 27.07.2018, 09:15 Uhr

BHP Billiton verkauft das US-Frackinggeschäft an BP. Der britische Ölkonzern zahlt für die Übernahme 10,5 Milliarden Euro und könnte bald eine große Rolle beim Wachstum auf dem Flüssiggasmarkt spielen.

Fracking in Pennsylvania

Fracking in Pennsylvania. | Quelle: picture-alliance/dpa

Das australische Bergbaukonzern BHP Billiton verkauft sein Fracking-Geschäft in den USA an den britischen Ölkonzern BP. Der Verkauf zum Preis von 10,5 Milliarden US-Dollar sei die größte Übernahme seit 1999, so Analysten.

Der Verkauf erfolge im Rahmen eines Konzernumbaus. BHP hatte das US-Fracking-Geschäft 2011 für 20 Milliarden US-Dollar gekauft - seitdem fiel der Ölpreis deutlich. Im vergangenen Jahr kündigte BHP den Verkauf an, der bis Ende Oktober abgeschlossen sein soll.

Flüssiggas: USA exportieren, China importiert

Gaspipeline

Flüssiggas wird über Gaspipelines oder mit Schiffen transportiert. | Quelle: picture-alliance/dpa

Für BP bestehen große Chancen: Es wird erwartet, dass gerade das beim US-Fracking gewonnene Flüssiggas, das sogenannte LNG (liquified natural gas), große Wachstumschancen auf dem globalen Markt haben wird. Die USA sollen bis 2023 einen Weltmarktanteil von 40 Prozent beim Flüssiggas erreichen, erwarten Experten.

Es gilt als sauberer Treibstoff für Schiffe oder LKW. Deswegen wird China im Rahmen seiner "blue-sky"-Umweltschutzpolitik sehr viel Flüssiggas nachfragen und schon ab 2019 40 Prozent des am Weltmarkt verfügbaren Flüssiggases abnehmen. Zweitgrößter Abnehmer soll Japan werden. Auch Deutschland plant bei Brunsbüttel ein Flüssiggasterminal für den Import aus den USA.