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Was die Bitcoin-Kritiker sagen Alles nur ein Hype?

Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein

Lloyd Blankfein
Goldman-Sachs-Chef Blankfein hält den Bitcoin nur für eine Blase. Das sagte er im September gegenüber dem Nachrichtensender "CNBC". Doch er gab zu: Mit so mancher Einschätzungen in der Vergangenheit lag er falsch. Blankfein vergleicht den Bitcoin mit der Entwicklung vom Zahlungsmittel Gold zum Papiergeld: Damals seien sicher auch nicht alle überzeugt gewesen. Nach dem Schritt vom Hartgeld zum Fiatgeld seien digitale Währungen eine "natürliche Entwicklung". Zwar hat er noch nicht investiert – abgeneigt ist er aber keineswegs. Angeblich plant Goldman Sachs eine eigene Trading-Plattform, auf der der Handel von Bitcoin und anderen Kryptowährungen möglich wäre.

Was die Bitcoin-Kritiker sagen Alles nur ein Hype?

Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein

Lloyd Blankfein
Goldman-Sachs-Chef Blankfein hält den Bitcoin nur für eine Blase. Das sagte er im September gegenüber dem Nachrichtensender "CNBC". Doch er gab zu: Mit so mancher Einschätzungen in der Vergangenheit lag er falsch. Blankfein vergleicht den Bitcoin mit der Entwicklung vom Zahlungsmittel Gold zum Papiergeld: Damals seien sicher auch nicht alle überzeugt gewesen. Nach dem Schritt vom Hartgeld zum Fiatgeld seien digitale Währungen eine "natürliche Entwicklung". Zwar hat er noch nicht investiert – abgeneigt ist er aber keineswegs. Angeblich plant Goldman Sachs eine eigene Trading-Plattform, auf der der Handel von Bitcoin und anderen Kryptowährungen möglich wäre.

Morgan Stanley-Chef James Gorman

James Gorman
James Gorman verteufelt Kryptowährungen nicht grundsätzlich. Der Chef von Morgan Stanley findet das Konzept der digitalen Währungen sogar recht interessant: Sie seien anonym und schützten die Privatsphäre, so Gorman. Er sei daher gespannt, wie Finanzaufsichten damit umgehen wollen. Zwar sei es höchst spekulativ, doch die Entwicklung sei eben die Konsequenz der gesamten Blockchain-Technologie, so Gorman auf einem Event des "The Wall Street Journal" im September. Er selbst hat bislang aber nicht investiert.

US-Starinvestor Warren Buffett

Warren Buffett
Bereits 2014 hatte Buffett eine klare Meinung zum Bitcoin: Er sei eine Illusion. Die Leute sollten die Finger davon lassen, so der Starinvestor gegenüber "CNBC". Es sei eine Möglichkeit Geld zu senden – ebenso wie ScHecks. Und die seien selber schließlich auch kein Geld wert. An der Einstellung hat sich nichts geändert. Im Oktober zog Buffett auf einer Veranstaltung mit Studenten nach: Der Bitcoin sei kein Wertbringer, so Buffett. Daher könne man ihn nicht bewerten - er spricht ganz klar von einer Blase.

Carl-Ludwig Thiele Vorstand Bundesbank

Carl-Ludwig Thiele
"Bitcoin ist kein Geld, sondern ein Spekulationsobjekt", lautet das Urteil von Carl-Ludwig Thiele. Die Kryptowährung sei frei erfunden und vermehre sich nach einem festgesetzten Schema in virtuellen Systemen, so der Bundesbank-Vorstand gegenüber dem ifo-Schnelldienst. Dort herrschen die Mehrheitsentscheidungen der Nutzer – aber faktisch gehe es einfach nach dem Belieben einer kleinen Gruppe, so Thiele. Er bemängelt die fehlende Wertbasis: Sie mache den Preis für den Bitcoin beliebig - auch ein Totalverlust sei möglich.

Abigail Johnson CEO Fidelity Investments

Abigail Johnson
Sie hat die Entwicklungen im Blick: Abigail Johnson gilt als Befürworterin der Kryptowährung – und sie traut ihr viel zu. Auf der Webseite von Fidelity Investment können Kunden bereits die Kurse der beliebten Kryptoböse "Coincase" einsehen. Die Chefin der Fondsgesellschaft glaubt an die digitalen Währungen: Neue Märkte und Produkte werden entstehen, prophezeit sie auf einer Konferenz der Branchenwebseite "CoinDesk" im Mai. Fidelity Investments beschäftige sich bereits mit dem Bitcoin. Bevor es aber zu einem Markeintritt kommen kann, müssten noch einige Hindernisse behoben werden, so Johnson.

Porträt Jim Rogers

Jim Rogers
Der Investor und Gründer des "Rogers International Commodity Index" (RICI) prophezeit die Blase nicht nur - er könne sie sogar förmlich riechen. Dabei unterscheide sich der Bitcoin nicht von anderen Blasen, die er in der Vergangenheit gesehen habe. Was der Bitcoin sei? Das wisse er gar nicht, gab Rogers gegenüber "MarketWatch" zu. Der Trend sei an ihm vorbeigegangen.
Mehr über den Rohstoffguru Rogers.

Jack C. Bogle Gründer der Vanguard Group

Jack C. Bogle
Der Bitcoin sei wirtschaftlich nicht rentabel, sagte der Gründer der Vanguard Group auf einem Event der Organisation "Council on Foreign Relations" im November. Man könne die Kryptowährung nur kaufen und darauf hoffen, sie teurer an den Nächsten zu verkaufen – mehr sei nicht drin. Zwar steige der Kurs derzeit –a ber Bogle ist überzeugt: Das wird nicht so weitergehen. Wenn der Kurs wieder bei 100 Dollar liege, könne man gerne wieder mit ihm darüber sprechen, so der Erfinder des Indexfonds.

Jamie Dimon, CEO von JPMorgan Chase & Co.

Jamie Dimon
Den Chef von J.P. Morgan Chase kann man mit dem Bitcoin förmlich jagen. In der Vergangenheit hatte Dimon nichts als Häme für den Bitcoin übrig: Er sei keine reale Sache und lediglich spekulativ – damit habe er keinen Nutzen für die USA, so Dimon im September auf einer Bankenkonferenz von Barclays. Er verglich den Erfolg des Bitcoins mit der Tulpenmanie im 17. Jahrhundert. Damals wurde die Tulpenzwiebel zum Spekulationsobjekt: Die Preise stiegen zunächst extrem – dann brach der Markt zusammen. Dimon glaubt, dass auch Investitionen in den Bitcoin könnten so enden. Er verbot sogar seinen Mitarbeitern, damit zu handeln – sonst würde er sie feuern. Das brachte ihm großen Ärger ein. Seitdem will Dimon nicht mehr über das Thema sprechen.

Citigroup-Chef Michael Corbat

Michael Corbat
Die Blockchain-Technologie findet der Chef der Citigroup toll – noch im Oktober lobte er den Nutzen der neuen Technologie. Er selbst sei aber nicht an Kryptowährungen interessiert. Dafür sei er zu unsicher, ob der Bitcoin wirklich eine Währung sein kann, so Corbat gegenüber der japanischen Tageszeitung "The Nikkei" im Oktober. Er halte ihn mehr für ein Spekulationsobjekt.

Laurence Fink, Chef des Finanzkonzerns BlackRock

Laurence Fink
Der schnelle Aufstieg vom Bitcoin zeige, wie viel Geldwäsche in der Welt stattfinde, so Laurence Fink, Chef von BlackRock in einem Interview mit "Bloomberg" Anfang Oktober. Dennoch ist er kein Gegner der Kryptowährung: Er glaubt an das Potenzial und sieht große Chancen. Momentan sei die Atmosphäre um den Bitcoin aber zu spekulativ.

Axel Weber

Axel Weber
Als ehemaliger Notenbanker sieht Axel Weber, Verwaltungsratspräsident der Schweizer Großbank UBS, den Bitcoin skeptisch. Der Bitcoin sei nur eine Transaktionswährung, so Weber auf einer Konferenz in Zürich im Oktober. Die wichtigste Funktion einer Währung sei, dass man damit zahlen könne und sie überall akzeptiert werde. Außerdem sollte sie ein Wertaufbewahrungsmittel sein – all das sei der Bitcoin aber nicht.

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