Tyler und Cameron Winklevoss
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Facebook? Das waren doch nur Peanuts… Warum die Winklevoss-Zwillinge Bitcoin für das neue Gold halten

Stand: 12.12.2017, 11:20 Uhr

Cameron Winklevoss sieht in der Kryptowährung eine Art "Upgrade" von Gold. Der gute Mann ist allerdings ganz schön voreingenommen: Immerhin sind er und sein Zwillingsbruder zwei der ersten öffentlich bekannten Bitcoin-Milliardäre.

Das Bruderpaar war durch eine Klage gegen den Facebook-Gründer und früheren Kommilitonen Mark Zuckerberg bekannt geworden, den die beiden des Ideenklaus bezichtigen.

Doch im Vergleich zu ihrem Vermögenszuwachs durch Bitcoin sind die 65 Millionen Dollar, die ihnen Zuckerberg einst im Rahmen eines Vergleichs zahlen musste, nur Peanuts.

Early-Stage-Investoren auch beim Bitcoin

Bitcoin in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Crypto Currencies für den Zeitraum Intraday
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Cameron und Tyler Winklevoss haben nach eigenen Angaben nämlich bereits im Jahr 2013 elf Millionen Dollar in den Bitcoin gesteckt. Zu einem Zeitpunkt also, als die Kryptowährung gerade einmal 120 Dollar wert war. Im März waren die beiden mit ihrem frühen Versuch, einen ETF auf den Bitcoin aufzulegen, an der Börsenaufsicht SEC gescheitert.

Zuletzt war der Bitcoin-Kurs im Umfeld der Einführung des ersten Bitcoin-Future an der Chicagoer Terminbörse CBOE über 18.000 Dollar gestiegen. Der Wert des Bitcoin-Paketes der Winklevoss-Zwillinge wird aktuell auf rund 1,7 Milliarden Dollar geschätzt.

300.000 Dollar für einen Bitcoin!?

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Ein Vermögen, dessen Wert noch weiter wachsen könnte – falls Cameron Winklevoss' optimistische Prognose eintreffen wird: Der bekannte US-Investor glaubt, der Wert der Kryptowährung werde um den Faktor 20 steigen. Ein Bitcoin wäre demnach dann 300.000 Dollar wert.

Der Grund: Anleger würden laut Winklevoss Bitcoin zunehmend als eine Art "Upgrade" von Gold wahrnehmen und besonders die Beweglich- und Teilbarkeit der Coins schätzen.

Bitcoin-Enthusiasten, aufgepasst!

Allerdings sollten Cameron Winklevoss und alle anderen Bitcoin-Enthusiasten gut aufpassen, dass sie nicht einem typischen Anlegerfehler erliegen, der unter dem Begriff "confirmation bias" bei Verhaltensökonomen wohl bekannt ist.

In der Behavioral Finance beschreibt der "Bestätigungsfehler" die Neigung, Informationen so auszuwählen, zu ermitteln und zu interpretieren, dass diese die eigenen Erwartungen bestätigen. Man sieht also nur das, was der eigenen Meinung entspricht.

ag

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