Bitcoin-Absturz

Verheerende Bilanz Ups, der Bitcoin hat es wieder getan!

Stand: 03.12.2018, 17:15 Uhr

Der Bitcoin hat etwas getan, was er zuletzt vor vier Jahren getan hat – er ist vier Monate in Folge gefallen. Trotzdem halten sich etwaige Schnäppchenjäger weiterhin zurück. Das spricht nicht gerade für gute Aussichten für die nähere Zukunft.

Auch am Montag kann sich die Digitalwährung nicht wirklich erholen: Mit Kursen unter 3.900 Dollar muss der Bitcoin einen weiteren Tiefschlag einstecken. Die Bilanz für den Monat November sieht ziemlich verheerend aus: „Mit einem Verlust von rund 37 Prozent hat die bekannteste und größte digitale Währung der Welt den Monat November abgeschlossen. Dies entspricht dem größten Rückgang innerhalb eines Monats seit April 2011.“ Damals sei der Bitcoin um 39 Prozent abgesackt. Damit liege der Kurs nun 80 Prozent unter dem Allzeithoch von rund 20.000 Dollar, schreibt Timo Emden von Emden Research in einem aktuellen Marktkommentar.

Am 17. Dezember 2017, also vor knapp einem Jahr, hatte der Bitcoin sein Allzeithoch bei knapp 20.000 Dollar erreicht. Die letztjährige Bitcoin-Euphorie werde von Verunsicherung abgelöst, meint Salah Bouhmidi, Marktanalyst bei DailyFX. „Trotz günstiger Einstiegschancen sind Anleger weiterhin zögerlich und bleiben an der Seitenlinie“, so der Marktbeobachter.

„Kaufinteresse nicht zu erkennen“

Es bleibe laut Emden völlig offen, ob die aktuelle Marktsituation eine Bodenbildung und somit eine Trendwende oder eine Verschnaufpause vor dem nächsten Kurssturz darstelle. „Auch wenn der Bitcoin-Kurs sich am Wochenende vorerst oberhalb der runden Marke von 4.000 Dollar behaupten konnte, sollten Anleger sich nicht zu früh freuen. Ein wirkliches Kaufinteresse war auch in den vergangenen Tagen nicht zu erkennen“, meint der Marktbeobachter.

Als ein Grund für die monatelange Talfahrt gilt ein Streit in der Bitcoin-Fangemeinschaft über die Aufspaltung der Bitcoin-Schwesterwährung „Bitcoin Cash“. Hinzu kommen weitere Gründe wie das geringere Interesse von Anlegern, das vergebliche Warten auf neue Finanzprodukte für Bitcoin und Co., sowie immer wieder vorkommende Pannen und Einbrüche bei beliebten Handelsbörsen.