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Friedhof der Kryptos ist gigantisch Über 1.800 Kryptowährungen untergegangen

Stand: 02.01.2020, 13:34 Uhr

Kryptowährungen existieren noch nicht sehr lange. Dennoch ist die Zahl derer, die auf dem Friedhof für Kryptowährungen liegen, erschreckend hoch.

Auf der Webseite "deadcoins.com" sind mehr als 1.800 digitale Währungen aufgelistet, die in der kurzen Zeit seit der Erfindung der Kryptowährungen wieder untergegangen sind. Für die Investoren dürften die Todesfälle keine leichte Kost sein, denn ein Untergang einer Währung ist immer mit Verlusten verbunden. Verlusten bei denen, die in die digitale Währung investiert haben, meist in der Hoffnung, von hohen Kursgewinnen zu profitieren.

Gründe des Scheiterns unterschiedlich

Die Gründe für das Scheitern von Kryptowährungen sind unterschiedlich. So sind laut der Auswertung der Webseite 29 digitale Währungen Hackern zum Opfer gefallen. Weit mehr Kryptowährungen scheiterten allerdings daran, dass sie sich als Fälschung entpuppten, kriminellen Machenschaften dienten oder die Projekte nicht weiter verfolgt wurden.

Der bislang wohl größte Betrugsfall war eine angebliche digitale Währung namens "Onecoin". Sie basierte auf einem Schneeballsystem anstatt auf der Blockchain-Technologie und sammelte dennoch mehr als vier Milliarden Dollar durch Investoren ein.

Anzahl der Kryptowährungen auf dem Markt gesunken

Das Gegenstück zu Deadcoins bildet das Portal Coinmarketcap. Dort werden Kryptowährungen aufgelistet, die derzeit handelbar sind. Wie das Portal "Kryptoszene" berichtet, sind von allen jemals entwickelten Kryptowährungen nur noch rund 56 Prozent auf dem Markt.

Bitcoin in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum 1 Jahr
Kurs
13.352,50
Differenz relativ
-2,83%

Schon im vergangenen Jahr berichtete das Wirtschaftsmagazin "Capital", dass etwa 1.800 der insgesamt mehr als 2.100 Währungen Anfang 2019 faktisch tot waren. Das entspräche rund 86 Prozent.

Alle Kryptowährungen zusammen weisen eine Marktkapitalisierung von gut 190 Milliarden Dollar auf. Allerdings macht der Bitcoin allein rund 130 Milliarden davon aus.

ms