Savedroid

ICO-Anbieter Savedroid - alles nur ein PR-Gag

Stand: 19.04.2018, 12:05 Uhr

Nach 24 Stunden Stillstand ist Savedroid wieder erreichbar. Die Schaffer der Kryptowährung haben sich doch nicht mit dem Geld der Anleger aus dem Staub gemacht. Aber sie spielten nur mit deren Ängsten.

Gestern war die Website von Savedroid nicht erreichbar. Anleger rätselten: Ein Hacker-Angriff? Oder sind die Gründer mit dem Geld auf und davon? Heute ist www.savedroid.de wieder erreichbar: "AND IT'S NOT GONE" heißt es dort in Anspielung auf die gestrige Nachricht.

Die Tesla-Methode

Also doch nur alles PR. Ganz nach Tesla-Manier. Eine Art verspäteter April-Scherz. Der Gründer von Savedroid, Yassin Hankir, erklärte heute in einem Video heute, er habe sein Verschwinden vorgetäuscht.

Diese Art Humor verstehen die - ehemaligen - Savedroid-Anhänger nicht. Auf Hankirs Video folgten wüste Beschimpfungen. "Was für eine schreckliche Idee. Ist ihnen überhaupt klar, welche Panik Sie bei Investoren ausgelöst haben?", wettert Twitter-Nutzer "Crypto Max" noch vergleichsweise milde. "Gute Publicity für Savedroid, schlechte Publicity für ICOs und Kryptowährungen", bringt es Twitter-User Tom Lynch auf den Punkt.

Vielleicht muss man es eher als Warnung verstehen: Nicht auf irgendeinen Bitcoin- oder Kryptozug aufzuspringen, wenn man nicht damit rechnet, dass alles Geld verloren sein könnte.

Der PR-Gag könnte Konsequenzen haben. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt prüft ein Ermittlungsverfahren gegen das Kryptowährungs-Startup. Ein Sprecherin der Behörde sagte am Donnerstag, die Staatsanwaltschaft befasse sich mit den Vorgängen bei Savedroid und entscheide ob ein Verfahren eingeleitet werde. Hankir äußerte sich dazu noch nicht.

bs