Coinbase

Neue Rally dank Großinvestoren? Kryptomarkt hofft auf Kapitalwelle

Stand: 12.07.2018, 10:43 Uhr

Bislang haben viele Großinvestoren den Kryptomarkt gescheut, weil ihnen Verwahrungsmöglichkeiten fehlten. Das Problem hat die Krypto-Börse Coinbase nun gelöst: Der neue Custody-Service soll institutionelle Anleger in den Markt locken - und für den Aufschwung sorgen.

In den USA und Europa geht es bereits, Ende des Jahres soll es auch in Asien soweit sein: Coinbase bietet institutionelle Investoren wie Hedgefonds nun einen Service an, der ihre Krypto-Investments verwahrt. Das soll regelmäßig durch Dritte geprüft werden.

Vertrauensgewinn durch Custody

Zur Umsetzung arbeitet die weltweit größte Krypto-Börse mit Partnern wie Multicoin Capital zusammen. Das Ziel: Das Vertrauen von institutionellen Investoren zu gewinnen, damit diese neues Kapital in den Krypto-Markt bringen.

Bislang waren die digitalen Assets vor allem bei Kleinanlegern gefragt. Aber auch immer mehr Fonds zeigen Interesse. Bislang mangelte es allerdings an Verwahrungs- und Verwaltungsmöglichkeiten für Großanleger. Für viele sei das die letzte Hürde gewesen, so Kyle Samani, geschäftsführender Partner bei Multicoin Capital. Bis auf Coinbase und die Bank Frick aus Liechtenstein bietet bisher kein Unternehmen Verwahrungsmöglichkeiten für Kryptowährungen an.

Der Custody-Service soll das Cold Storage (die Offline-Speicherung) für Kryptowährungen von Coinbase mit den Reporting-Dienstleistungen eines Broker-Dealers kombinieren, schreibt Projekt-Leiter Sam McIngvale auf dem Coinbase-Blog. Der entsprechende Broker-Dealer Electronic Transaction Clearing (ETC) ist von der SEC registriert und geprüft.

Großinvestoren mangelt es an Infrastruktur

Bis der Service von vielen genutzt wird, kann es aber noch einige Zeit dauern. Denn viele Großinvestoren halten sich noch immer wegen der unklaren Regulierungen zurück. "Sollte sich die Infrastruktur verbessern, könnte das allerdings viele Großanleger dazu bringen, einzusteigen", sagt Philipp Sandner, Leiter des Frankfurt School Blockchain Center.

Das könnte auch zu einem Aufschwung am Kryptomarkt führen. Denn zuletzt war es ruhig geworden rund um Bitcoin und Co. Von der rasanten Talfahrt Anfang des Jahres haben sich die Kurse bislang nicht erholten können. Zwar kratzte der Bitcoin Anfang Mai an der 10.000 Dollar-Marke – doch knacken konnte er sie nicht. Seitdem treibt der Bitcoin seitwärts rund um die 6.500 Dollar.

jz