Es geht abwärts bei Kryptowährungen
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Kursverluste gehen weiter Kryptofans haben derzeit wenig Spaß

Stand: 09.03.2018, 12:02 Uhr

Wer sich an Kryptowährungen herantraut, muss das Risiko hoher Schwankungen in Kauf nehmen. Diese Woche aber könnte mehr dahinterstecken als nur ein einfaches Handelsloch. Die Talfahrt der Computerwährungen geht weiter.

Bis zum Mittag verliert die größte und bekannteste Digitalwährung Bitcoin weiter deutlich an Boden. Auf der Handelsplattform Bitstamp fällt der Preis derzeit um weitere 5,2 Prozent auf rund 8.800 Dollar. Erst gestern war die Notierung wieder unter 10.000 Dollar gefallen, so dass sich die jüngsten Verluste auf mehr als ein Viertel des Wertes belaufen.

Immer wieder Hacker

Für weitere Verunsicherung in den sozialen Netzwerken sorgte zuletzt die Nachricht, dass die in Hong Kong ansässige Kryptobörse Binance gehackt worden sei. Allerdings dürfte die Sache dieses Mal glimpflich ausgegangen sein, schreibt Mati Greenspan von der Trading- und Investmentplattform eToro. Zwar habe es tatsächlich einen Angriff gegeben, der über bösartige Trading-Bots und die Programmierschnittstelle erfolgt sei, das Problem sei aber rasch behoben worden.

"Die wichtigste zeitgleich publik gewordene Neuigkeit war aber wohl die Ankündigung der US-Finanzaufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission (SEC). Sie erließ einen Beschluss, nach dem Krypto-Börsen als echte Börsen eingestuft und damit auch als solche registriert werden müssen", schreibt Greenspan weiter. Vor allem wenn Kryptowährungen als Wertpapiere eingestuft würden, gelte dies besonders. Auch in Japan hat sich zuletzt das regulatorische Umfeld verschärft. Das ist ziemlich staker Tobak für den noch jungen Markt der Kryptowährungen. Eine Übersicht der jüngsten Ereignisse bietet die angehängte Galerie.

rm

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Flagge Japan

Handelsstopp in Japan
Japanische Aufseher haben zwei Krypto-Börsen zum Handelsstopp gezwungen. Diese müssen für zunächst einen Monat den Betrieb einstellen. Vier weiteren Handelsplätzen wurden Strafen auferlegt. Zudem forderten sie die große Krypto-Börse Coincheck auf, ihr Vorgehen gegen Geldwäsche zu verschärfen. Genau hier liegt der springende Punkt: Handelsplattformen für Digitalwährungen stehen insbesondere wegen möglicher Geldwäsche stark in der Kritik.