Kryptowährungen

Umfrage der Börse Stuttgart Krypto-Handel noch nicht massentauglich

Stand: 22.03.2018, 13:34 Uhr

Die meisten Anleger halten sich bei Kryptowährungen zurück. Das liegt nicht nur am fehlenden Vertrauen in das digitale Geld. Laut einer Umfrage der Stuttgarter Börsen-Tochter Sowa Labs monieren sie auch den komplizierten und teuren Zugang zum Kryptomarkt.

Noch sei es alles andere als einfach, in Bitcoin, Ethereum & Co zu investieren, meint Ulli Spankowski, Geschäftsführer der Sowa Labs, eine Fintech-Tochter der Börse Stuttgart Digital Ventures. "Neben Benutzeroberflächen in deutscher Sprache fehlt es vielen Handelsplattformen an einfacher Bedienbarkeit", kritisiert er.

Kontoeröffnung dauert mehrere Tage

Registrierung und Identitätsnachweis seien häufig zu komplex. "Allein die Eröffnung eines Benutzerkontos dauert meist mehrere Tage." Das ist viel zu lang für die rasant sich verändernde Krypto-Welt.

Wie die Umfrage #thefutureofcrypto von Sowa Labs unter 1.000 Anlegern ergab, wünschen sich zwei Drittel der Befragten einen schnelleren Prozess. Bei der Kontoeröffnung sollten zwischen der Eingabe und der persönlichen Daten und der Freischaltung zum Handel sollten maximal 24 Stunden liegen, fordern sie.

Darüber hinaus monieren die Anleger fehleranfällige Handelsabläufe und hohe Gebühren beim Kauf von Bitcoin & Co. Außerdem sei die Auswahl von Krypotowährungen noch zu gering.

"Millennials" offen für Kryptoinvestments, Frauen nicht

65 Prozent der Befragten haben noch kein Kryptowährungskonto. Vor allem Frauen sind skeptisch. 89 Prozent der weiblichen Anleger scheuen vor Investments in die Anlageklasse zurück. Dagegen sind vor allem "Millennials" offen für Krypto-Trades.

Viele Anleger vertrauen dem Digitalgeld nicht (44 Prozent), halten ein Investment für zu riskant oder haben einfach nicht genügend Know-How. Gut ein Viertel der befragten Anleger sehen eine Blase bei Kryptowährungen.

nb

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