Bitcoin-Münze, verschiedene Tabletten und Ampullen

Ein interessanter Vergleich Der Bitcoin-Virus: Wie infiziert sind Sie?

Stand: 11.04.2018, 15:02 Uhr

Was hat eine Grippe-Epidemie mit der Kryptowährung Bitcoin zu tun? Mehr als man vielleicht denkt - behaupten jedenfalls die Experten der britischen Barclays Bank.

Denn bei der Analyse der Lage auf dem Krypto-Markt bedienen sich die Barclays-Experten einer Analogie aus der Medizin. Sie vergleichen den Hype um die Computerwährungen nämlich mit dem Verlauf einer Grippewelle. Diejenigen, die das Thema um Bitcoin & Co. schon immer als "nur etwas für Verrückte" abgetan haben, sind natürlich nicht betroffen.

Bitcoin in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Crypto Currencies für den Zeitraum Intraday
Kurs
3.829,41
Differenz relativ
+1,49%

Das Fazit ist jedenfalls eindeutig: Mittlerweile seien so viele Menschen gegen das Bitcoin-Virus immun, dass eine weitere Ausbreitung nicht mehr drohe. Übersetzt bedeutet dies, die Traummarke von 20.000 Dollar je Bitcoin, die den Höhepunkt der Grippewelle markierte, wird nicht mehr erreicht werden.

Von der Ansteckung bis zur Immunität

In Analogie zur Welt der Medizin unterteilen die Barclays-Experten die Bitcoin-Besitzer zunächst in drei Kategorien: "Anfällig", "infiziert" und "immun". Dabei verbreitet sich das Bitcoin-Virus zunächst von "Mund zu Mund", immer mehr Menschen werden also Bitcoin-Besitzer auf der Suche nach dem schnellen Geld.

Das hat den Nebeneffekt, dass der Anteil derer, die noch infiziert werden können, schrumpft. Gleichzeitig steigt der Anteil der Anleger, die verkaufen wollen, was medizinisch übersetzt der Genesung entspricht.

Dadurch pendelt sich langsam ein Preis ein. Die Experten nennen dies "Preis-Plateau" - von diesem Plateau aus sind Preissteigerungen kaum mehr möglich. Im Gegenteil, ein gegenläufiger Effekt stellt sich mit der erhöhten Anzahl der "Gesunden" ein. Folge: Das Angebot am Kryptomarkt nimmt zu und der Preis fällt.

Die Immunitätsschwelle ist erreicht

Mediziner sprechen bei einer Epidemie in diesem Stadium vom Erreichen der Immunitätsschwelle - ein Punkt, an dem so viele Menschen immun sind, dass die weitere Ausbreitung eines Virus nicht mehr möglich ist. Übersetzt auf den Bitcoin, die größte und bekannteste der zahlreichen Kryptowährungen, lautet die Diagnose nun: Da es so viele immune Menschen gibt, verliert die Epidemie an Kraft.

Also auch keine 20.000 Dollar mehr je Bitcoin, das bisherige Rekordniveau vom Ende des Jahres 2017. Am Dienstag Nachmittag kostet ein Bitcoin 6.858 Euro. Damit tendiert die Kunstwährung nahezu unverändert. Die Ansteckungsgefahr ist also aktuell äußerst gering.

rm

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Bitcoin (BTC)
Der Bitcoin exisitiert bereits seit 2009 – und ist damit die älteste auf der Blockchain-Technologie basierende Digitalwährung. Die Ur-Kryptowährung hat die schnelle und günstige Abwicklung von Transaktionen zum Ziel, wird diesen Anforderungen aber angesichts von Millionen von Nutzer immer weniger gerecht. Zudem ist das Bitcoin-Protokoll limitiert, zusätzliche Informationen können nicht transportiert werden.