Ripple und steigender Kurs

Ripple – der Riese erwacht Das ist die neue Nummer zwei nach dem Bitcoin

von Angela Göpfert

Stand: 02.01.2018, 07:50 Uhr

Zwischen den Jahren hat sich am Markt für Kryptowährungen so einiges getan: Während der dramatische Bitcoin-Absturz für viele im Fokus stand, hat sich der "Bitcoin der Banken" – Ripple – auf Platz zwei vorgeschoben.

Am 29. Dezember hat Ripple erstmals Ethereum von Rang zwei der Kryptowährungen verdrängt. Was zu diesem Zeitpunkt noch nach einem extrem kurzweiligen Phänomen aussah, scheint sich zu verfestigen.

Stand heute liegt Ripple laut der Kryptowährungs-Plattform Coinmarketcap bei der Marktkapitalisierung mit 87 Milliarden Dollar bereits gut drei Milliarden Dollar vor Ethereum.

Plus 37.000 Prozent!

Aus einem Kurs von 25 Cent Anfang Dezember für einen XRP – so heißt die Währung der Ripple-Plattform – wurde aktuell ein Wert von 2,25 Euro. Das entspricht einer Verneunfachung binnen nur eines Monats!

Seit Anfang 2017 ging es sogar um mehr als 37.000 Prozent nach oben – ausgehend von rund 0,006 US-Dollar für einen XRP.

Der große Dominator schwächelt

Bitcoin in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Crypto Currencies für den Zeitraum 1 Monat
Kurs
4.692,55
Differenz relativ
-3,61%

Der jüngste rasante Anstieg von Ripple geht einher mit einer Schwächephase bei den etablierteren Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum und Bitcoin Cash. Im Laufe des Jahres 2017 hat Bitcoin mächtig an Dominanz eingebüßt und stellt laut Coinmarketcap heute nur noch 36,3 Prozent des gesamten Kryptomarktes. Das ist ein Rekordtief.

Zum Vergleich: Vor einem Jahr repräsentierte Bitcoin noch rund 87 Prozent des Marktes für Kryptowährungen. Ripples Marktanteil lag Anfang 2017 übrigens bei 1,2 Prozent. Heute hat er sich bis auf 14,1 Prozent vorgeschoben, Ethereum stellt 13,6 Prozent.

Der "Bitcoin der Banken"

Doch woher rührt der Appetit der Anleger auf Altcoins wie Ripple? Offenbar stößt Ripple gerade in der japanischen und südkoreanischen Bankenwelt auf reges Interesse, die Kryptowährung wird nicht umsonst als "Bitcoin der Banken" bezeichnet.

Denn Ripple ist keine Kryptowährung im eigentlichen Sinne, sondern vielmehr eine Kombination aus Handelsplatz und Zahlungsnetzwerk. Damit unterliegt sie in den Augen so mancher Experten auch nicht den Risiken von Kryptowährungen wie dem Bitcoin oder Ethereum.

Was ist Ripple?

Ripple-Logo

Das Ripple Network ist nach einer Idee von Ryan Fugger im entstanden und wird von den in San Francisco ansässigen Ripple Labs weiterentwickelt. Die dazugehörige Digital-Währung Ripple gibt es seit 2012. In erster Linie ist Ripple aber ein Zahlungsnetzwerk, gewissermaßen der "Bitcoin der Banken". Über das Ripple-Netzwerk können sämtliche Krypto- aber auch Papiergeldwährungen getauscht werden. Die Ripple-Macher arbeiten mit Finanzinstituten zusammen, um den Zahlungsverkehr der Zukunft zu optimieren.

Sichere Kryptowährung? Von wegen!

In Zeiten wachsender Unsicherheit am Markt für Cyber-Devisen scheinen viele Investoren daher in Ripple ein etwas sichereres Investment zu sehen – wohlgemerkt "sicherer" im Vergleich zu Bitcoin & Co.!

Doch Anleger sollten sich besser nichts vormachen: Sollte es tatsächlich zu einem Handelsverbot von Kryptowährungen in Südkorea kommen, dürfte dies auch Ripple schwer treffen.