Bitcoin-Zeichen

Nach dem Crash Bitcoin wieder im Vorwärtsgang

Stand: 27.12.2017, 08:17 Uhr

Am Markt für Kryptowährungen gibt es auch "zwischen den Jahren" enorme Bewegungen. Der Bitcoin hat sich über die Weihnachtsfeiertage von gut 11.000 auf jetzt schon wieder mehr als 16.000 Dollar nach oben geschwungen.

Schwankungsbreiten, die es weder am Aktien- noch am Devisenmarkt gibt, zeichnen den Handel bei Bitcoin & Co. aus. Am Wochenende und über Weihnachten hinweg waren es wohl wieder vor allem private Anleger, die mit ihren Käufen dem Bitcoin zu einer kleinen Wiederauferstehung verhalfen.

Von etwa 11.000 Dollar, auf die der Bitcoin noch am Freitag gecrasht war, geht es am Mittwochmorgen bis auf aktuell 16.200 Dollar nach oben. Im Gefolge der wichtigsten Cyber-Währung steigen auch die übrigen Kryptowährungen wie Ethereum oder Litecoin deutlich.

"Fader Beigeschmack"

Bei der Ursachsenforschung für den Crash am vergangenen Freitag sind die Experten genauso ratlos wie bei der Erklärung für den neuen Kursschwung. Der Bitcoin wird nach wie vor von heftiger Spekulation der Marktteilnehmer in aller Welt getrieben. Timo Emden von IG Markets hält weitere Rückschläge jederzeit für möglich: "Wie nachhaltig und gesund die Erholungsbewegung bis auf über 16.000 Dollar ist, bleibt mit kritischen Augen zu beobachten. Ein Kursverfall solchen Ausmaßes hinterlässt einen faden Beigeschmack."

BaFin-Chef erwartet "bittere Verlierer"

Kritische Stimmen von Seiten der Notenbanken und Finanzmarktaufseher werden derweil auch in Deutschland lauter. "Es handelt sich um höchst spekulative Vorgänge mit der Möglichkeit des Totalverlustes", sagte etwa der Chef der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Felix Hufeld, der "Bild" (Samstagausgabe). Im Zuge des Booms werde es "Exzesse geben, die bittere Verlierer produzieren" würden.

Bundesbank: "Teuer und ineffizient"

Die Deutsche Bundesbank spricht der - ursprünglich als Zahlungsmittel kreierten - Digitalwährung sogar den Charakter des Geldes ab. "Wir sehen eine rasante Wertentwicklung, die das Risiko rasanten Verlusts birgt", sagte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele der Zeitung "Euro am Sonntag". Wegen der hohen Wertschwankungen eigne sich die Digitalwährung nicht zur Wertaufbewahrung. "Das teure und ineffiziente Übertragungssystem der Blockchain spricht zudem gegen Eignung als Zahlungsmittel."

AB