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Zweiter Bitcoin-Future gestartet Bitcoin knackt Marke von 20.000 Dollar

Stand: 18.12.2017, 07:14 Uhr

Der Start des Future-Handels an der weltgrößten Derivatebörse, der Chicagoer CME, treibt den Bitcoin-Kurs auf neue Höhen. Der Kurs der Kryptowährung durchbricht erstmals die Marke von 20.000 US-Dollar.

Am Sonntag stieg die digitale Leitdevise der Plattform Coinmarketcap zufolge bis auf 20.089 Dollar - ein Plus von 500 Dollar binnen weniger Stunden. Im frühen Handel am Montagmorgen kommt der Bitcoin-Preis allerdings wieder etwas zurück auf Kurse bei 19.000 Dollar.

Bitcoin etabliert sich immer mehr

Bitcoin in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Crypto Currencies für den Zeitraum Intraday
Kurs
6.352,83
Differenz relativ
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Rückenwind für die bislang unregulierte Digitaldevise kommt vom Future-Markt: Am Sonntagabend startete der Handel mit Bitcoin-Futures an einer zweiten regulierten US-Börse, der Chicagoer CME Group.

Damit kann sich die zuletzt extrem stark im Wert gestiegene Cyberwährung nach der gelungenen Generalprobe an der CBOE vor einer Woche weiter etablieren. Es wird damit für viele Anleger leichter, sich in dem Markt zu engagieren.

Doch die große Kaufwelle blieb direkt nach dem Start des zweiten Bitcoin-Future vorerst aus. Nachdem der Preis für den CME-Januarkontrakt kurzzeitig bei 20.650 Dollar ein Hoch erreichte, fiel dieser zurück bis auf 18.345 Dollar.

Das war erst der Anfang

Nach der CBOE und der CME Group plant nun auch die traditionsreiche Nasdaq für das erste Quartal 2018, den Handel mit Bitcoin-Futures anbieten zu wollen. Auch Japan könnte nachziehen. Ein indexbasierter Fonds (ETF) könnte nun rasch folgen.

Nicht ohne Risiken

Mit einem Future spekulieren Anleger auf Preise zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft - es sind also Terminkontrakte. Käufer und Verkäufer können sich so gegen Preisschwankungen absichern. Risiken entstehen dann, wenn eine der beiden Parteien das Geschäft nicht erfüllen kann.

Die Wahrscheinlichkeit, dass das Versprechen nicht eingelöst werden kann, ist umso größer, je stärker der Preis des Produkts schwankt. Platzt ein Termingeschäft, ist ein gefährlicher Dominoeffekt möglich.

Bitcoin in Blase
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Wie groß ist die Bitcoin-Blase?

Kritiker warnen vor Blase

Erst im November hatte der Bitcoin die Marke von 10.000 Dollar durchbrochen. Binnen nur eines Monats hat er sich somit verdoppelt. Das Plus seit Jahresbeginn beläuft sich mittlerweile auf über 1.700 Prozent.

Skeptiker wie die "Wirtschaftweise" Isabel Schnabel warnen allerdings vor einer Preisblase ähnlich jener der Tulpenkrise, die platzen und zu Turbulenzen führen könnte.

ag