Bitcoinstapel auf einer blauen Platine

Zeitweise unter 4.000 Dollar Bitcoin in schweren Turbulenzen

Stand: 13.03.2020, 11:34 Uhr

Auch der Bitcoin ist in diesen Tagen schweren Turbulenzen ausgesetzt. Die Cyberwährung verbilligte sich in der Nacht zeitweise um ein Drittel und stürzte unter die Marke von 4.000 Dollar, bevor es wieder bergauf ging.

Die älteste und wichtigste Cyber-Währung verlor in der Nacht gut 33 Prozent und war mit 3.850,02 Dollar so billig wie zuletzt vor gut einem Jahr. Ähnlich wie bei Gold müssten sich Investoren von Beständen trennen, um Verluste mit anderen Anlagen auszugleichen, sagte Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses AvaTrade.

Doch auf dem derzeitigen Niveau sei Bitcoin wieder attraktiv. "Ein Kurs unter 4.000 Dollar ist ein Schnäppchen." Andere Experten sind vorsichtiger. Die Lage sei mittlerweile völlig unübersichtlich und außer Kontrolle geraten, erklärt Timo Emden von Emden Research. Wegen der Panik an den Aktienmärkten würden im Risk-off-Modus sämtliche riskante Anlagen so schnell es geht verlassen.

Nur noch Hartgesottene

Die Anleger tauschten Krypto-Anlagen gegen Bargeld, um Verluste aus anderen Assetklassen ausgleichen zu können. "Lediglich die Hartgesottenen dürften Bitcoin und Co. weiterhin treu zur Seite stehen", so Emden. Viele Investoren stünden derzeit am Rande eines Totalverlusts. "Die Nerven liegen sprichwörtlich blank."

Aktuell liegt die Kryptowährung aber wieder deutlich über 5.000 Dollar. Mittlerweile haben sich einige Schnäppchenjäger wieder positioniert. Die vermeintlich günstigen Preisniveaus locken derzeit kurzfristige Spekulanten an. 

Extreme Kursschwankungen

Generell ist bei Kryptowährungen nicht ganz klar, ob sie von ihren Fans als eher riskante Anlage oder sichere Alternative betrachtet werden. Aktuell werden sie aber eindeutig durch die große Risikoscheu an den Finanzmärkten belastet.

Digitalwährungen, zumal der Bitcoin, sind bekannt für die teils extreme Kursschwankungen. Die Auslöser sind im Einzelnen nicht immer klar zu benennen. Nicht selten werden einzelne Handelsaufträge mit einem hohen Transaktionsvolumen verantwortlich gemacht. Einige Beobachter verweisen mitunter auch auf markttechnische Gründe wie das Durchbrechen wichtiger Widerstandsmarken.

lg