Bitcoin-Zeichen
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Bedenken wegen Sicherheitsproblemen Bitcoin: Dämpfer von der SEC

Stand: 19.01.2018, 09:26 Uhr

Die Hoffnungen der Fondsbranche, rasch vom Boom der Kryptowährungen zu profitieren, haben einen empfindlichen Dämpfer erhalten: Die US-Börsenaufsicht hat ihre Bedenken jetzt begründet.

In einem Schreiben an Fonds-Verbände warnte die Behörde vor Sicherheitsproblemen bei Anlageprodukten, die auf Kryptowährungen basieren. Die zuständige SEC-Vertreterin Dalia Blass machte deutlich, dass es erst dann grünes Licht geben werde, wenn die Bedenken ausgeräumt seien.

"Es gibt eine Reihe substanzieller Probleme mit dem Investorenschutz, die geprüft werden müssen, bevor die Emittenten diese Fonds Investoren anbieten", betonte Blass in dem Brief. Sie forderte darin Antworten auf mindestens 31 detaillierte Fragen zum Zuschnitt der geplanten Produkte.

Anlegergelder schützen

So müsse geklärt werden, wie bei den anvisierten Investmentfonds und ETFs die Anlegergelder geschützt sind und die Preise festgelegt werden. Wichtig sei ferner, dass die Investoren die Risiken verstehen und eine Manipulation der Bitcoin-Märkte verhindert wird.

Die Kursexplosion bei Bitcoin und anderen Cyberdevisen im vergangenen Jahr hat große Begehrlichkeiten in der Finanzindustrie geweckt. Allerdings äußerte die SEC bereits vor einigen Tagen grundsätzliche Bedenken. Daraufhin zogen mehrere Fondsanbieter ihre Zulassungsanträge für Kryptowährungs-Fonds zurück, die sich auch an Privatanleger richten sollen. Insidern zufolge will sich der US-Senat im kommenden Monat mit den Risiken von Bitcoin & Co befassen. Demnach ist für Anfang Februar eine Befragung der Chefs von SEC sowie der Derivate-Aufsicht (CFTC) geplant.

Auch Deutschland will regulieren

Wie riskant Anlagen in Kryptowährungen sind, zeigt die Entwicklung der vergangenen Tage. So hat sich der Bitcoin-Wert binnen eines Monats praktisch halbiert. Er lag zuletzt bei etwa 11.600 Dollar. Vor einem Monat hatte der Kurs noch bei etwa 20.000 Dollar gelegen. Anfang 2017 war ein Bitcoin noch für 1.000 Dollar zu haben.

Deutschland und Frankreich wollen beim G20-Gipfel im März einen gemeinsamen Vorschlag zur Regulierung von Kryptowährungen vorlegen. In der Schweiz soll eine Arbeitsgruppe die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Blockchain-Technologie prüfen. Für Bitcoin-Fans ist damit klar: Das Establishment schlägt zurück.

lg