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Rekordhoch vor nächstem Future Bitcoin bleibt obenauf

Stand: 15.12.2017, 15:03 Uhr

Seit einer Woche kann die Kryptowährung auch von Investment-Profis über den Einsatz von Futures gehandelt werden. Dem Hype um Bitcoin hat dies keinen Abbruch getan. Am Freitag eilt der Kurs sogar zu einem neuen Rekordhoch.

Am Mittag wurde der Wert eines Bitcoin auf der Handelsplattform Bitstamp erstmals mit über 17.750 Dollar taxiert. Broker wie IG Markets stellten Höchstkurse von knapp 18.000 Dollar, ehe die Notierung wieder leicht auf derzeit 17.500 Dollar nachgab. Der Start des ersten Terminkontrakts an einer regulierten Börse zum Wochenbeginn durch den US-Börsenbetreiber CBOE konnte dem Hype um die Digitalwährung damit offenbar nichts anhaben. Durch den Bitcoin-Future lässt sich der Bitcoin nun auch am "klassischen" Finanzmarkt handeln und nicht nur auf spezialisierten Online-Portalen.

Weniger Schwankungen

Auffällig ist allerdings, dass die Preisschwankungen an den vergangenen Handelstagen weniger ausgeprägt waren als in den Wochen zuvor. Zu Jahresbeginn kostete ein Bitcoin noch 1.000 Dollar. Seither ging es steil aufwärts. Experten warnen jedoch vor der Unberechenbarkeit der Digitalwährung und sprechen ihr zum Teil den Status einer echten Währung ab. Der Bitcoin sei eine "hoch spekulative Anlageform", sagte etwa die Chefin der US-Notenbank Fed, Janet Yellen, am Mittwoch.

Am kommenden Montag legt auch die renommierte Chicagoer Terminbörse CME einen eigenen Future auf Bitcoin auf. Dies könnte zu einer weiteren Beruhigung der Kursausschläge führen. Allerdings steigt durch die Einführung der Handelsinstrumente auch die Möglichkeit eines längeren Kursrückgangs. Denn die Profis wie Hedgefonds können nun auch auf fallende Bitcoin-Notierungen setzen, also "short" gehen (s. dazu auch unseren Hintergrund: Wetten auf den Bitcoin-Crash).

Kommt eine Short-Attacke?

Mit der Einführung der Futures steigt freilich auch die Wahrscheinlichkeit, dass ein Bitcoin-ETF aufgelegt werden kann, über den auch private Anleger in die von einigen Experten als "neue Asset-Klasse" gesehene Cyberwährung investieren können.

Eine umkehrte Wendung auf der Kurstafel vollzog am Freitag der Kurs einer weiteren Krypto-Währung: Der Kurs von Ethereum gab zwischenzeitlich um mehr als zehn Prozent nach. Allerdings folgte der Rücksetzer, nachdem der Kurs der "Ether" von rund 500 auf bis zu 740 Dollar nach oben geschnellt war. Dies war die Reaktion auf eine Ankündigung der Schweizer Großbank UBS. Zusammen mit anderen großen Unternehmen wie Barclays, Credit Suisse, der Schweizer Börse SIX und Thomson Reuters will die UBS eine auf Ethereum basierte Blockchain-Plattform einführen. Darüber sollen Finanzfirmen ihre Daten untereinander abgleichen und "Qualitätschecks" durchführen können.

AB