Bitcoin

12.000-Dollar-Marke in Sicht Bitcoin auf dem nächsten Level

Stand: 04.12.2017, 08:55 Uhr

Die Kryptowährung scheint in ihrem Aufwärtsdrang noch einen Gang zugelegt zu haben. Am Wochenende näherte sich der Kurs des Bitcoin sogar schon der nächsten Bestmarke. Die Aussichten auf einen Bitcoin-Future beflügeln weiter.

Am Montagmorgen notiert der Bitcoin mit 11.350 Dollar erst einmal wieder klar unter der neuen Höchstmarke, die seit dem Wochenende bei 11.866 Dollar laut dem Broker IG Markets liegt. Auch auf Handelsplätzen wie Bitstamp hatte der Bitcoin-Kurs ein neues Rekordhoch errreicht. Bei der hochvolatilen Bewegung der Kunstwährung könnte die 12.000er Marke aber jetzt wieder attacktiert werden.

Future, nicht nur bei der CME

Anleger scheinen die Aussicht auf einen börsengehandelten Bitcoin-Future weiterhin zum Kaufanlass zu nehmen. Ab dem 18. Dezember wird der Terminkontrakt bei der Chicagoer Terminbörse CME handelbar sein. Auch der Mitbewerber, die Optionsbörse CBOE, erhielt grünes Licht für einen Future durch die für den Terminmarkt zuständige Aufsicht CFTC. Und auch die Technologiebörse Nasdaq plant nach eigenen Angaben einen eigenen Future aufzulegen.

Mit der Einführung der Kontrakte dürften vor allem professionelle Investoren in den Handel mit Bitcoin einsteigen. Mit diesen Instrumenten können Investoren auf steigende und fallende Kurse wetten. Ein nächster Schritt, um weitere Anleger für Investments in die Cyber-Währung zu locken, könnte dann ein börsengehandelter Indexfonds sein, den einige Emittenten schon seit längerem anstreben. Bislang haben sie keine Erlaubnis durch die Börsenaufsicht SEC erhalten.

Das könnte sich aber mit dem Start des Terminkontraktes ebenfalls ändern. "Die Zulassung weiterer Anlageinstrumente wie ein indexbasierter Fonds (ETF), um den Mainstream zu bedienen, scheinen nur eine Frage der Zeit. Das US-amerikanische Vorbild könnte als Paradebeispiel für viele weitere Börsenbetreiber fungieren und Bitcoin zu einer anerkannten Assetklasse reifen lassen", meint etwa Timo Emden, Analyst bei IG Markets.

Schockwellen möglich

Vorsicht ist laut Experten aber geboten, wenn die Profis in den Bitcoin-Handel einsteigen. Denn über einen Terminkontrakt kann der Bitcoin auf "geshortet" werden - Händler können damit also auch auf fallende Kurse wetten. Da der Kurs der Kryptowährung vor allem durch aktuelles Angebot und Nachfrage bewegt wird, könnten die Bewegungen ab Dezember durchaus einmal stärker nach unten verlaufen.

Venezuela plant Digitalwährung

Unterdessen bereichert das pleitebedrohte Venezuela die Debatte um die Einsatzmöglichkeiten einer Krypto-Währung. Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro will mit einer neuen Digitalwährung für Entlastung sorgen. In seiner TV-Sendung kündigte er am Sonntag die Einführung einer Kryptowährung mit Namen "Petro" an - das ist eine Kurzform für das Wort "Erdöl". Das Land hat die größten Ölreserven der Welt. Die virtuelle Währung solle abgesichert werden mit den Ölreserven, Mineral- und Diamantvorkommen.

AB