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Indexfonds Vanguard-ETFs nun auch in Deutschland handelbar

von Martin Mrowka

Stand: 01.11.2017, 11:47 Uhr

Der weltweit größte Anbieter von Index-Investments ist in Deutschland gestartet. Seit Ende Oktober werden 23 kostengünstige Vanguard-ETFs an hiesigen Börsen gehandelt.

Im Mutterland USA gehört Vanguard zu den bekanntesten Marken, wenn es um Fonds geht. Seit der Gründung der Gesellschaft im Jahre 1975 hat sich das Unternehmen aus Pennsylvania zu einem der größten Player bei Indexinvestments gemausert. Weltweit verwalten die Amerikaner mittlerweile rund 4,7 Billionen Dollar (knapp vier Billionen Euro) in zahlreichen aktiven und passiven Fonds. In Europa verwaltet Vanguard derzeit 155 Milliarden Dollar - aufgeteilt in Fonds, die in Irland aufgelegt wurden.

Oft kostengünstiger als die Konkurrenz

Seit etwa fünf Jahren bietet Vanguard in Europa auch ETFs an. Rund 30 Milliarden Dollar werden derzeit in 23 ETFs gehütet. Und seit Ende Oktober können diese ETFs nun auch an den deutschen Börsen gehandelt werden.

Vanguard-Produkte sind oft kostengünstiger als die der Konkurrenz. Die sogenannten vermögensgewichteten Gebühren (Ongoing Charges Figure, OCF) der Vanguard-ETFs liegen im Durchschnitt bei nur 0,11 Prozent.

Auch ein neuer ETF dabei

Sebastian Külps, Deutschland-Chef von Vanguard, sieht die Notierung der ETFs an der Deutschen Börse als einen wichtigen Meilenstein für die Gesellschaft. "ETFs sind eine bedeutende Innovation, die Diversifikation und Liquidität mit Transparenz und Kosteneffizienz verbindet", wirbt Külps. "Immer mehr institutionelle und private Anleger erkennen die Vorteile von ETFs, daher gehen wir auch weiterhin von einer starken Nachfrage aus."

In Deutschland können Anleger nun zwischen 17 Aktien-ETFs und sechs Anleihen-ETFs des Low-Cost-Anbieters wählen. Unter diesen Exchange Traded Funds findet sich auch ein neu aufgelegter auf den EuroStoxx-50-Index. Die laufenden Kosten dieses Aktien-ETF mit den 50 größten Unternehmen in der Eurozone betragen lediglich 0,1 Prozent.