Hand mit Beutel und

Milliardensegen aus Dax & Co. Dividendenjagd mit Indexfonds

Stand: 19.02.2018, 15:50 Uhr

Wer nicht direkt in die Einzeltitel mit hohen Dividendenrenditen investieren will, kann sich per Indexfonds (ETF) die Dividendenkönige en bloc ins Depot holen. Dabei gibt es bei den zugrundeliegenden Indizes ganz verschiedene Auswahlkriterien.

Nach einer Studie der Commerzbank wird die Summe an Dividenden für das Jahr 2017 einen neuen Rekordwert erreichen. Im Vergleich zum Jahr 2016 dürften insgesamt elf Prozent mehr ausgeschüttet werden, in Summe mehr als 35 Milliarden Euro. Damit kommt der Dax derzeit auf eine Dividendenrendite von 2,8 Prozent.

Index übernimmt die Titelauswahl

Laut der Studie werden 80 Prozent der Dax-Mitglieder ihre Ausschüttungen an die Aktionäre erhöhen. Nur die Deutsche Bank wird danach ihre Anteilseigner weniger beglücken als im Vergleichszeitraum. Wer sich auf die dividendenstärksten Aktien im Dax oder auch anderen deutschen und internationalen Indizes konzentrieren will, kann diese entweder direkt in sein Depot kaufen - oder in Indexfonds anlegen, die die Aktienbarometer bereits nach dem Kriterium Dividende vorsieben.

Für den deutschen Aktienmarkt gibt es zwei wichtige Indizes, die dies leisten: Der "DivDax" enthält die 15 Unternehmen mit der höchsten Dividendenrendite aus den 30 Dax-Unternehmen. Dabei wird die "historische" Dividendenrendite der Dax-Unternehmen herangezogen, also die zuletzt gezahlte Dividende im Verhältnis zum Kurs am Ausschüttungstag. Die Gewichtung des DivDax erfolgt wie beim Dax selbst nach der Marktkapitalisierung der Unternehmen.

"Historische" oder "erwartete" Dividende?

Anders die Logik und das Anlageuniversum beim "DAXplus Maximum Dividend": Hier werden die 20 "besten" Dividendentitel des HDax in den Index aufgenommen. Die Kriterien dafür: Das jeweilige Unternehmen zahlt in den folgenden sechs Monaten eine Dividende. Damit werden regelmäßig viele Indexunternehmen ausgetauscht, denn es erfolgt im Mai und November eine Indexanpassung. Die 20 Titel stammen aus den 110 Unternehmen des Dax, MDax und TecDax (die den HDax bilden). Hier richtet sich die Indexgewichtung entsprechen der Höhe der "erwarteten" Dividendenrendite eines Unternehmens.

Die Performance von ETFs hängt also stark von der Logik des zugrunde liegenden Index' ab. Dass Dividendenaktien in Sachen Wertentwicklung kein Selbstläufer sind, zeigen auch aktiv gemangte Fonds wie der DWS Top Dividende. Dieser, einer der beliebtesten Aktienfonds der Deutschen, der weltweit investiert, musste in Sachen Wertentwicklung 2017 eine "Nullrunde" hinnehmen, während der Dax mehr als zwölf Prozent Plus verbuchte.

International breite Streuung möglich

Auch eine Reihe internationaler Dividendenindizes mit entsprechenden Indexfonds darauf sind für Anleger verfügbar. So lässt sich etwa breit gestreut auf 100 oder sogar mehr als 1.000 dividendenstarke Einzeltitel mit einem Produkt setzen. Da Indexfonds stur ihre Benchmark abbilden, entstehen keine Managementgebühren und die jährlichen Kosten belaufen sich nur auf rund 0,3 Prozent (s. unsere Übersicht Dividenden-ETFs).

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Übersicht Dividenden-ETFs Chartserie

<b>iShares DivDax</b><br />Der größte Indexfonds-Anbieter Blackrock nennt auch einen der größten ETFs auf den Auswahlindex DivDax sein eigen. 660 Millionen Euro sind inzwischen in den iShares investiert. Derzeit größte Positionen im DivDax sind die Dax-Schwergewichte Siemens, SAP, Bayer, Allianz und BASF, die allesamt mit mehr als acht Prozent gewichtet sind.: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra ETF für den Zeitraum 1 Jahr

iShares DivDax
Der größte Indexfonds-Anbieter Blackrock nennt auch einen der größten ETFs auf den Auswahlindex DivDax sein eigen. 660 Millionen Euro sind inzwischen in den iShares investiert. Derzeit größte Positionen im DivDax sind die Dax-Schwergewichte Siemens, SAP, Bayer, Allianz und BASF, die allesamt mit mehr als acht Prozent gewichtet sind.

AB