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Die Fallstricke bei Indexfonds Übersicht

Geldscheine verschiedener Währungen

Mangelnde Liquidität
Bereits bei mehreren Gelegenheiten in den vergangenen Jahren hat sich das strukturelle Problem bei ETFs gezeigt. In stark fallenden Märkten können die Handelspartner der ETF-Anbieter die Verkaufsorders für die Aktien in den Indexfonds nicht schnell genug "abarbeiten". Die Abwärtsbewegung beim ETF kann dann einerseits stärker ausfallen als beim Index selbst. Und außerdem kann der Verkaufsdruck bei den Indexfonds eine crashartige Situation verschärfen.

Die Fallstricke bei Indexfonds Übersicht

Geldscheine verschiedener Währungen

Mangelnde Liquidität
Bereits bei mehreren Gelegenheiten in den vergangenen Jahren hat sich das strukturelle Problem bei ETFs gezeigt. In stark fallenden Märkten können die Handelspartner der ETF-Anbieter die Verkaufsorders für die Aktien in den Indexfonds nicht schnell genug "abarbeiten". Die Abwärtsbewegung beim ETF kann dann einerseits stärker ausfallen als beim Index selbst. Und außerdem kann der Verkaufsdruck bei den Indexfonds eine crashartige Situation verschärfen.

Logos von Netflix, Apple, Facebook, Google und Amazon

Konzentration auf Tech-Titel
Immer mehr Mittel fließen in die größten Indexfonds auf die wichtigsten Indizes. Die Schwergewichte in den Börsenbarometern werden dadurch immer stärker nachgefragt, die Kurse steigen weiter - und entfernen sich tendenziell von ihren "fairen" Bewertungen. Derzeit gilt dies vor allem für die Tech-Riesen wie Amazon, Google oder Apple.

Fixierung auf Index-Aktien
"Wer im Index ist, wird automatisch gekauft", die Logik funktioniert in Zeiten von ETFs tatsächlich in den allermeisten Fällen. Da die Index-Produkte immer in den Aktien der Indexmitglieder investiert sind, wird der Aufstieg für die Firmen immer wichtiger. Einmal im Index, sinkt die Motivation, die Kurse durch gute Nachrichten - etwa zur Geschäftsentwicklung - zu befördern.

Chinesischer Börsianer vor Kurstafel hält sich die Hand vors Gesicht

Unkontrollierte Kapitalströme
Kapital fließt quasi von selbst in ganze Regionen, wenn diese "indexfähig" geworden sind. So sorgte die Aufnahme von 230 chinesischen Unternehmen in mehrere Indizes von MSCI im Juni für Zuflüsse von 20 bis 40 Milliarden Dollar. Ähnliches geschieht demnächst mit Saudi-Arabien, das nun in den MSCI Emerging Markets aufsteigt.

Stilisierter Computer und flackernder Chart

Pleite von Handelspartnern
In turbulenten Börsenphasen geht am Finanzmarkt auch die Angst vor einem Ausfall eines oder mehrerer wichtiger ETF-Partner um. Wenn eine Bank zahlungsunfähig wird, die für die "Abbildung" eines "synthetischen" ETFs per Swap (Tauschgeschäft) verantwortlich ist, kann dies das Vertrauen in die gesamte Branche erschüttern.

Logos von Blackrock, State Street und Vanguard

Einflussnahme auf Unternehmen
Die Macht der Indexanbieter auf die Unternehmen ist schon wegen ihrer schieren Größe kaum mehr auszublenden. Denn bei praktisch allen börsennotierten Konzerne sind sie zum Teil mit großen Anteilen an Bord. Der Marktführer Blackrock hat kürzlich angekündigt, auch auf die Unternehmenspolitik der Indexmitglieder Einfluss nehmen zu wollen. Wie stark diese Inventionen ausfallen werden, bleibt abzuwarten.

Gutgelaunte Privat-Anleger in einem Broker-Büro in Fuyang City, Anhui, Ost-China

Leichtfertige Anleger
Über ETFs kommen immer mehr Anlage-Neulinge in den Aktienmarkt. Sie beschäftigen sich weniger mit einzelnen Unternehmen, und sie neigen, anders als viele Profis, zu hektischen Verkäufen, wenn es am Finanzmarkt einmal ungemütlich wird. Die vielen "zittrigen Hände" verstärken einen Crash erheblich, zumal die junge Anlegergeneration in den vergangenen Jahren praktisch nur steigende Kurse am Aktienmarkt erlebt hat.