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Nach der Schießerei an Schule in Florida Blackrock: Bald waffenfreie Fonds

Stand: 06.04.2018, 14:56 Uhr

Der Amoklauf an einer Schule in Florida hat zu landesweiten Protesten gegen die amerikanische Waffenlobby geführt. Während sich die Trump-Regierung mit schärferen Gesetzen schwer tut, reagiert nun der weltgrößte Vermögensverwalter.

Blackrock will demnächst neue Investmentfonds unter Ausschluss von Herstellern und Händlern von zivilen Schusswaffen auflegen. Damit reagiere man auf die Wünsche der Kunden, teilte der weltgrößte Vermögensverwalter mit. Ein harter Schlag für die drei größten Waffenhersteller Amerikas, Sturm Ruger, der Smith-&-Wesson-Mutter American Outdoor Brands und Vista Outdoor, an denen Blackrock beteiligt ist.

Die Einzelhändler Walmart, Dick Sporting Goods und Kroger sollen ebenfalls nicht in zwei neuen Fonds vorkommen, die vor allem bei den Themen Umwelt, Soziales und gesellschaftliche Verantwortung punkten sollen.

Sinkende Nachfrage

Auch will der Vermögensverwalter die Firmen aus bestimmten Aktien- und Anleihefonds nehmen die einen ähnlichen Fokus haben. Insgesamt verwaltet das von Larry Fink geführte Unternehmen über sechs Billionen Dollar. Sollten die neuen, ethisch unbedenklichen Anlageprodukte stark nachgefragt werden, könnte das dazu führen, dass die Nachfrage nach Aktien von Waffenherstellern wie American Outdoor Brands oder Sturm Ruger sinkt.

Blackrock: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
431,38
Differenz relativ
-1,61%

Das Massaker, bei dem im Februar 17 Menschen an einer High School in Parkland im Bundesstaat Florida erschossen wurden, hat die Diskussion um strengere Waffengesetze in den Vereinigten Staaten wieder kräftig angeheizt. Dadurch steigt auch der Druck auf die Finanzbranche, Investitionen in die Waffenindustrie zu überdenken.

Walmart und Dicks Sporting Goods haben bereits angekündigt, Waffen nur noch an Kunden über 21 Jahren zu verkaufen. Zuvor lag die Altersgrenze bei 18 Jahren. Auch wollen sie keine automatischen Schnellfeuerwaffen mehr anbieten.

lg