Ausblick 2014

Fonds Absolute Return - leeres Versprechen?

Stand: 10.01.2014, 16:54 Uhr

Der Wunsch nach einer Rendite unabhängig von einzelnen Marktphasen und Anlageklassen hat eine ganze Fondspalette erzeugt. "Absolute" oder "Total" Return ist nach wie vor gefragt. Die Hoffnungen der Anleger werden in vielen Fällen aber enttäuscht.

400 in Deutschland erhältliche Fonds listet die Onvista-Datenbank unter der Rubrik "Absolute Return" auf. Nur gut die Hälfte hat 2013 das Versprechen wenigstens nominal, also ohne Berücksichtigung von steuerlichen Belastungen und der Teuerungsrate eingelöst.

Nur ein Viertel der Produkte kann auf Jahressicht einen Wertzuwachs von mehr als fünf Prozent vorweisen. Etwa 30 Fonds – also weniger als zehn Prozent – schaffen eine zweistellige Rendite. Das richtige Mischungs-Verhältnis von Aktien und Anleihen zu treffen oder die zielführende Absicherungs-Strategie zu fahren, ist offenbar deutlich schwerer als gedacht.

Komplexe Instrumente, hohe Kosten

Viele der Fonds arbeiten sich an Sonderthemen wie dem Devisenmarkt ab oder fahren riskante Derivate-Strategien, die schnell die Performance eindampfen können. Wer mehr Instrumente zur Anlage zur Verfügung hat, macht nicht notwendigerweise mehr daraus, das ist auch die Lehre, die viele Anleger wohl auch im Jahr 2014 aus den Erfahrungen der Vergangenheit ziehen können.

Das Schicksal der Absolute-Return-Fonds teilen auch die  berühmt-berüchtigten Hedgefonds. Auch sie sollen – unabhängig von allen Marktlagen – jahrein, jahraus Rendite produzieren. Die Fonds, die für Privatanleger nur schwer zu bekommen sind und denen es an Transparenz mangelt, haben ebenfalls ein mageres Jahr hinter sich. Der Credit Suisse Hedgefund Index etwa hat das Jahr 2013 mit nur rund acht Prozent Plus abgeschlossen. Einzelne Unterkategorien wie die Fonds im Bereich "Managed Futures" haben sogar an Wert verloren – in einem Jahr, in dem ein einfacher Dax-Fonds 25 Prozent gewann.

AB