Amerikanische Dollarscheine

Euro rutscht ab Steuerpläne geben dem Dollar Auftrieb

Stand: 04.12.2017, 14:59 Uhr

Schafft US-Präsident Trump es tatsächlich, eines seiner wichtigsten Wahlversprechen umzusetzen? Am Devisenmarkt gibt es am Montag schon einmal einen kleinen Vorgeschmack auf eine Steuerreform in den USA.

Der Euro wird am Montag wieder einmal auf seiner Reise in Richtung 1,20 Dollar ausgebremst. Zwar ist die Steuerreform der Regierung Donald Trump noch lange nicht in trockenen Tüchern. Erst müssen die beiden Kammern des US-Parlaments noch ihre Gesetzesvorlagen angleichen, was nicht ohne parteipolitisches Gerangel geschehen wird.

Doch die Zeichen mehren sich, dass Trump sich mit wenigstens einem wichtigen Vorhaben, das während des Wahlkampfs eine große Rolle spielte, durchsetzen könnte. Die Reaktion am Devisenmarkt dürfte noch deutlich heftiger ausfallen, sollte die Reform wirklich auf die Zielgerade einbiegen.

Wirtschaft mit Steuereffekten

Und dies aus mehreren Gründen: Denn eine Senkung der Steuersätze würde die Unternehmen spürbar entlasten sowie die Kaufkraft der konsumfreudigen US-Bürger erhöhen. Und dies wiederum würde das Wachstum in den USA ankurbeln. Der Wert der US-Währung, die prinziell auch die Stärke des Wirtschaftsraums abbildet, steigt damit an. Zudem steigt international auch das Vertrauen in eine handlungsfähige US-Regierung wieder.

US-Leitzins mit steigender Tendenz

Aber noch aus einem anderen Grund kommt der "Greenback" gegenüber anderen Währungen in Fahrt, sollte die Steuerreform gelingen. Eine dynamisch wachsende US-Wirtschaft würde die US-Notenbank auf ihrem Weg der weiteren Zinsanhebungen bestärken. Noch im Dezember dürfte der nächste Zinsschritt erfolgen, es wird dann die letzte Amtshandlung von Fed-Chefin Janet Yellen sein.

Im Februar wird ihr Nachfolger Jerome Powell die Geschicke der US-Notenbank übernehmen. Für den Devisenmarkt bedeutet die Aussicht auf weiter steigende Zinsen in den USA: einen tendenziell weiter steigenden Dollar.

AB