Profiteur der Abwertung Soros macht Milliardengewinn mit Wette gegen Yen

Stand: 15.02.2013, 11:50 Uhr

Mehrere Hedgefonds haben in den letzten Monaten auf einen fallenden Yen gesetzt - und viel Geld verdient. So soll alleine Starinvestor George Soros fast eine Milliarde Dollar Gewinn mit der Abwertung der japanischen Währung erzielt haben.

George Soros

George Soros. | Quelle: picture-alliance/dpa

In der Vergangenheit hatten Hedgefonds mehrfach Short-Positionen gegen den Yen und japanische Staatsanleihen aufgebaut - und sich meist die Finger verbrannt. Diesmal aber ist die Wette aufgegangen. Seit November hat der Yen zum Dollar fast 20 Prozent an Wert eingebüßt. Mitte November erhielt man für 100 Yen noch 1,25 Dollar. Jetzt gibt es nur noch 1,07 Dollar. Den Yen-Verfall angefacht hat der neue Ministerpräsident Shinzo Abe. Er drängte die Notenbank dazu, die Geldpolitik weiter zu lockern und das Inflationsziel auf zwei Prozent anzuheben. Damit soll die Deflation, die seit zwei Jahrzehnten in Japan herrscht, beendet werden.

"Wette auf Abenomics"

Laut dem "Wall Street Journal Deutschland" haben die Hedge-Fonds, insbesondere Soros, schon vor der Wahl von Abe zum Ministerpräsidenten auf einen fallenden Yen gesetzt. Je drastischer die Forderungen von Abe wurden, desto mehr Geld setzten die Händler ein. Dadurch trugen sie mit zur Abwertung der japanischen Währung bei. Die Firma Soros Fund, hinter der George Soros steckt, spricht von einer "Wette auf die Abenomics".

Andere Hedgefonds haben ebenfalls viel Geld verdient

Neben Soros haben auch andere Hedgefonds gute Geschäfte mit dem schwachen Yen gemacht. Das "Wall Street Journal Deutschland" nennt Greenlight Capital von David Einhorn (,der gerade Apple wegen zu geringer Geldausschüttung an die Aktionäre verklagt hat), Third Point von Daniel Loeb und Hayman Capital Management von Kyle Bass, die erfolgreich gegen die japanische Währung wetteten. Wie hoch der Gewinn war, ist offen.

Selbst für Banken war der Yen-Sinkflug ein Riesen-Deal. Die Bank of America soll  laut Insidern über Optionen hohe Gewinne mit der gesunkenen japanischen Währung eingestrichen haben.